Montag, 22.10.2018

Hilfsangebote und weiterführende Links

 

Wo im Internet sind weitere Ressourcen zu den Themen Pädophilie, sexueller Missbrauch und Kinderschutz zu finden? Wir haben auf dieser Seite einige uns bekannte Links gesammelt und teils kurz kommentiert. Diese Liste erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Hinweise zB auf fehlerhafte Links oder noch nicht enthaltene Seiten sind sehr willkommen.

Da wir auf die Inhalte der verlinkten Seiten keinen Einfluss haben und sie auch nicht unbedingt alle mit unseren Ansichten übereinstimmen übernehmen wir natürlich keinerlei Gewähr für deren Richtigkeit oder Rechtmäßigkeit.

Hier eine Übersicht:

 

Webseiten, Selbsthilfe, Foren

ShadowsProject.net
Unsere Partnerseite, die sich weniger auf die Aufklärung und mehr auf die Destigmatisierung konzentriert. Ihr vollständiger Titel "Stepping Out of the Shadows Celibate Pedophiles" beschreibt Ihren Zweck: Nicht-übergriffige Pädophile können sich hier in einer Galerie verewigen und der Welt zeigen, was für Menschen hinter den Pseudonymen stehen ohne sich persönlich zu outen. Geeignet für jeden, der sich danach sehnt aus dem Schatten zu treten aber nicht riskieren kann, sich wirklich zu outen.

Gemeinsam statt allein
Ein deutsches Selbsthilfeforum zum Thema Pädophilie, dass sich klar gegen sexuelle Handlungen mit Kindern positioniert, wie SuH.Es ist nach dem seit 2012 erfolgreichen Konzept von Virtuous Pedophiles gestaltet und bietet eine geschützte Umgebung um über seine Empfindungen rund um die Pädophilie zu schreiben. Im öffentlichen Bereich ist auch ein Hereinschnuppern ohne sich zu registrieren möglich.

Virtuous Pedophiles
2012 wurde unter http://www.virped.org/ ein Pendant unserer Seite in den USA eingerichtet. Wir freuen uns sehr über das bestehen dieser informativen Seite und beobachten gespannt deren Entwicklung. Sie bietet kurz und bündig ähnliche Informationen für den englischsprachigen Raum an und auch die Möglichkeit mit den Betreibern per Mail in Kontakt zu treten.

ČEPEK
Ein tschechisch-slowakisches Forum von Pädophilen, für Pädophile, das unseres Wissens (in unserem Team ist niemand der tschechischen Sprache mächtig) und laut Selbstbeschreibung dieselben Grundsätze vertritt wie diese Website: Pädophilie ist eine wertneutrale Neigung, sexuelle Kontakte zu Kindern sind tabu.

Wikipedia
Obwohl Wikipedia grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen ist, sind folgende Artikel zum Themenbereich Pädophilie durchaus empfehlenswert:

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Therapie, Diagnostik und Forschung

Kein Täter werden (Präventionsprojekt Dunkelfeld, kurz KTW)
Das viel beachtete Pilotprojekt der Berliner Charité zur Erforschung der Pädophilie und von Therapiemöglichkeiten hat mittlerweile eine ganze Anzahl von weiteren Standorten. Männer mit pädophilen Neigungen können sich hier behandeln und beraten lassen. Der Ansatz ist bislang einzigartig und wird fortlaufend weiterentwickelt: Die Pädophilie soll als Bestandteil der eigenen Persönlichkeit akzeptiert werden, gleichzeitig werden aber klare Grenzen aufgezeigt, wenn es um den Schutz von Kindern geht. Alle Standorte sind über die Webseite des Projekts zu erreichen.Auf dieser sehr informativen Seite werden nicht nur beide Projekte vorgestellt sondern auch wichtige Hintergrundinformationen über Kinderpornographie und sexuellen Missbrauch gegeben, über medikamentöse Therapien und anderes mehr.

Es gibt zwei Unterprojekte: Das eine ist mittlerweile in die Therapie von KTW integriert, das sich speziell an Konsumenten von Missbrauchsdokumenten, der sogenannten Kinderpornographie, wendet. Das andere, PPJ oder „Du träumst von ihnen“ genannt, bietet Jugendlichen mit sexuellen Auffälligkeiten Gespräche und Therapie an. Es ist nicht allein auf sexuelle Neigungen zu Kindern ausgerichtet bietet aber in seinem Werbespot insbesondere dabei Hilfe an.

Weitere Links hierzu:

Pressemitteilungen des Präventionsnetzwerks
Die Charité veröffentlicht hier gebündelt die Pressemitteilungen des Präventionsprojekt „Kein Täter werden“.

Präventionsprojekt Dunkelfeld
Ein Fachaufsatz aus erster Hand, in dem die Sexualtherapeuten der Charité ihr Therapieprojekt vorstellen – von der Ausgangssituation über die Therapieform bis hin zur Medienkampagne. Alle wichtigen Aspekte werden in knapper, aber sehr anschaulicher Form beschrieben. Auch der grundsätzliche Unterschied zwischen sexuellen Präferenz- und Verhaltensstörungen wird gut erklärt und mit aufschlussreichen Statistiken belegt.

Kurzfilm „STIGMA“
Der bewegende Kurzfilm von Peter Jeschke und Jens Wagner stellt ein Interview mit einem Teilnehmer der Therapie bei KTW nach.

TV.berlin – Nahaufnahme: Finanzierung des Projekts durch die Krankenkassen auf dem Weg
Ein Beitrag vom 26.10.2016 mit Aufnahmen von der entsprechenden Pressekonferenz des Bundesgesundheitsministeriums.

SWR 2 Hilfe für Pädophile: Kein Täter werden
Elisabeth Quendler im Studio von SWR 2. Die Psychologin bietet im KTW-Standort Ulm Hilfe für Männer mit einer Neigung zur Pädophilie an.

SWR 2 Leben: Kein Täter werden
Eine sehr informative Hörfunksendung aus dem Jahre 2009 (25 Minuten) zum Präventionsprojekt „Kein Täter werden“ von Michael Lissek. Zu Wort kommen nicht nur die Sexualtherapeuten der Charité, sondern auch Patienten, die diese Therapie erfolgreich durchlaufen haben.

„Paraphilie und Persönlichkeit“ – Dissertation von Herrn Dr. Ahlers
Die Dissertation eines der Gründer und Mitentwickler des Präventionsnetzwerks Dr. Christoph Joseph Ahlers. Die Arbeit enthält zusammengefasst Infos über viele der grundlegenden Themen der Therapie, insbesondere zur Sicht auf Sexualität und Paraphilien.

Schwerpunktheft des Fachblattes SEXUOLOGIE „Zehn Jahre Präventionsprojekt Dunkelfeld“
Über 100 Seiten ausführlicher Informationen zum Netzwerk, zur Therapie, zu den Hintergründen und zu den sexualmedizinischen Grundlagen.

AVINUS-Magazin: „Wir gehen den umgekehrten Weg“
Interviews zum Charité-Projekt gibt es inzwischen viele, aber dieses hier ist wirklich lesenswert, denn Prof. Beier erklärt auf sehr eindrucksvolle Weise den Grundgedanken der Prävention. Ein wichtiges Interview, dass die Notwendigkeit solcher Präventionsprojekte auf eindringliche Weise vor Augen führt.

AVINUS-Magazin: Der Fall Humbert-Humbert
Ein Interview mit Prof. Beier, in dem er sich zur Romanfigur der „Lolita“ äußert. Anhand der Lolita erklärt Beier erklärt den Unterschied zwischen Pädophilie und Parthenophilie. Beier weist auch darauf hin, dass Pupertierende z. T. ganz bewusst mit erotischen Signalen spielen, um sich auf ihre spätere Rolle in einer Partnerschaft vorzubereiten. Wichtig für den Erwachsenen ist hier die Frage: Wie gehe ich mit solchen Signalen eines Pubertierenden um?

NeMUP
Eine Studie zu Pädophilie und Neurologie, die 2013/14 in einem deutschlandweiten Verbund von Universitäten durchgeführt wurde. Siehe auch hier.

MiKADO
Eine Studienprojekt, das ebenfalls im Verbund mehrerer Institute entstand und verschiedene Themen rund um pädophile sexuelle Präferenzen und Missbrauchstaten abdeckt.

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Missbrauchsprävention/Hilfe für Opfer sexueller Übergriffe

Hänsel und Gretel
Die Karlsruher Stiftung engagiert sich in der Missbrauchsprävention, unterstützt konkrete Projekte und gehört zu den wichtigsten Förderern des Charité-Projekts.

Dunkelziffer e.V. – Hilfe für missbrauchte Kinder
Der Hamburger Verein bietet Hilfe und Betreuung für sexuell missbrauchte Kinder.

Zartbitter Köln e.V.
Die Kontakt- und Informationsstelle gegen sexuellen Missbrauch bietet umfangreiche Materialen zur Missbrauchsprävention für Kinder, Jugendliche und Eltern.

Broschüren der Opferschutzorganisation "Zartbitter": Platzverweis! zum Schutz von Mädchen | Platzverweis! zum Schutz von Jungen
Diese Informationsbroschüren der Opferschutzorganisation „Zartbitter“ wenden sich an Mädchen beziehungsweise an Jungen. Thematisiert wird der sexuelle Missbrauch von Kindern durch Sporttrainer und andere Jugendbetreuer. Eine sehr empfehlenswerte Broschüre mit vielen guten und sehr wichtigen Tipps.

Deutscher Kinderschutzbund
Der größte und bekannteste deutsche Kinderschutzverband bietet Information und Beratung zu allen Bereichen des Kinderschutzes.

Berliner Jungs
Sexueller Missbrauch an Jungen ist immer noch ein großes Tabuthema. Dieses Projekt wendet sich speziell an Jungen, um sie über pädophile Täterstrategien aufzuklären und gegen sexuelle Übergriffe stark zu machen. Neben der Möglichkeit zur individuellen und vertraulichen Beratung werden auch Kurse für Schulklassen und andere pädagogische Einrichtungen angeboten. Wer sich vorab informieren möchte, findet auf der Homepage umfangreiches Info-Material zum Download.

Pänz up!
Dieses Projekt wurde 2002 in Köln gegründet und verfolgt die gleichen Ziele wie die „Berliner Jungs“, nämlich Aufklärung und Hilfe bei sexuellen Übergriffen gegen Jungen.

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Literatur/Artikel

Für ein Kinderlachen
Das Buch unseres Admins Max Weber über seine Pädophilie und seine persönliche Entwicklung in diesem Zusammenhang. Er schreibt darin über seine Kindheit und Jugend, sein Coming-In, diverse Outings, seine Therapie bei KTW und seine weitere Entwicklung danach. Das Buch ist im Selbstverlag (Print on Demand) erschienen und wird über die Plattform Lulu.com vertrieben. Es ist jedoch ebenso im Buchhandel erhältlich. Weitere Infos und Downloadmaterialien sind unter dem obigen Link zu finden. Erhältlich als Softcover und als PDF.

Herausforderung Pädophilie – Beratung, Selbsthilfe, Prävention 
Ein aktuelles Selbsthilfe-/Beratungsbuch zur Pädophilie von Claudia Schwarze und Gernot Hahn. Das Buch entstand in jahrelanger intensiver Zusammenarbeit mit den Betreibern von SuH. Verlegt wird es vom Psychiatrie-Verlag. Erhältlich als Softcover und als PDF.

MFoxes
Nachfolgeplattform von UnMedia24. Ein Projekt, dass Bücher und Filme zur Pädophilie und aus der Kinder- und Jugendliteratur sammelt. Es bietet eine Art Bibliothek mit kurzen Beschreibungen, Rezensionen und Bewertungen durch die User. (UnMedia ging aus dem früheren Bücherboy-Projekt hervor und bestand seit Januar 2015)

Pädophilie zwischen Dämonisierung und Verharmlosung
Ein Fachaufsatz der Sexualtherapeutin Dr. Sophinette Becker aus Frankfurt. Die Autorin vertritt eine sehr ausgewogene Einstellung: Sie entlarvt die sog. „pädophile Ideologie“ als Scheinwissenschaft, verfällt dabei aber nie der Versuchung, in einseitiger Weise gegen pädophil empfindende Menschen zu hetzen. Eine sehr gute und lesenswerte Darstellung!

Paraphilien
Dieser Fachartikel aus dem „Bundesgesundheitsblatt“ befasst sich mit der Entstehung und der Behandlung sexueller Paraphilien. Um Pädophilie geht dort zwar nur am Rande, interessant sind aber die Ausführungen zur medikamentösen Therapie und die Überlegung einer möglichen Prophylaxe, die bereits in der Erziehung ansetzt.

Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen
Jörg M. Fegert, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie aus Ulm, fast den aktuellen Forschungsstand zum sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen zusammen. Es beginnt mit einem Abriss der letzten 25 Jahre. Eine Zeitspanne, die gekennzeichnet war durch eine zunehmende öffentliche Sensibilisierung, aber auch durch einige unschöne Überreaktionen (Stichwort: „Missbrauch mit dem Missbrauch“). Aufschlussreich sind ferner die Erläuterungen zu den verschiedenen Missbrauchsdefinitionen (sozialwisssenschaftlich, klinisch-therapeutisch usw.) sowie zu den psychischen Folgen für die Betroffenen. Auch die unterschiedlichen Therapieoptionen für Missbrauchsopfer werden vorgestellt, wobei die Wirksamkeit dieser Verfahren ebenfalls diskutiert wird. Wer nach einer ersten Einführung in das Thema sucht, ist hier gut bedient.

Medikamentöse Behandlung von Sexualstraftätern
Präsentation zu einem umfangreichen, allerdings stark wissenschaftlichen Vortrag von Privatdozent Dr. med. Andreas Hill (UKE Hamburg-Eppendorf) anlässlich der „Forensik-Tage 2008“ an der Klinik Nette-Gut in Andernach. Hill referiert über Möglichkeiten und Anwendungsbereiche einer medikamentösen Triebunterdrückung bei Sexualstraftätern. Auf die Wirkungen und Nebenwirkungen der unterschiedlichen Stoffgruppen wird ebenso eingegangen wie auf die diagnostischen Voraussetzungen und die zu erwartenden Erfolgsaussichten.

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Reportagen, Interviews und Dokumentationen

Unheilbar pädophil? (2015, 3sat)
Der pädophile Patient (2016, arte)
Zwei Dokumentationen von Liz Wieskerstrauch, die sehr klar und gut recherchiert an das Thema Pädophilie und Behandlungsmöglichkeiten herangehen. Die zweite Doku entstand unter Mitwirkung unseres Teams. Beide Dokumentationen sind unter wechselnden URLs bei Youtube zu finden.

Interview mit Prof. Gunter Schmidt
Der Sexualforscher Prof. Gunter Schmidt im Interview mit einer schweizerischen Journalistin Barbara Lukesch. Schmidt erklärt, warum die Sexualität des Kindes nicht mit der eines Erwachsenen zu vergleichen ist.

Unter Kinderschändern – 1. Teil
Unter Kinderschändern – 2. Teil
Der Name Manfred Karremann ist in Teilen der Pädophilen-Szene verhasst wie wohl kaum ein anderer: Für seine Aufsehen erregende Reportage „Unter Kinderschändern“ (erschien 2003 im Magazin Stern) recherchierte der freie Journalist über ein Jahr lang undercover in der Berliner Pädophilen-Szene. Seine damaligen Enthüllungen zogen polizeiliche Ermittlungen nach sich und hatten u. a. zur Folge, dass zwei bekennende Pädophile zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt wurden. Die zweiteilige Reportage belegt in eindrucksvoller Weise, wie gut Produzenten und Konsumenten von Missbrauchsdokumentationen teils organisiert sind.

Es ist einfach Schicksal
Ein Artikel aus dem „Spiegel“ Nr. 40 vom Oktober 2006. Nachgezeichnet wird der Lebensweg eines pädophilen Mannes, der am Therapieprojekt der Charité teilnimmt. Es wird deutlich, unter welchem inneren Druck diese Männer stehen und mit wieviel fast schon verzweifelter Energie sie versuchen, nicht zum Täter zu werden. Ein eindrucksvoller und sehr lesenswerter Artikel, der mich tief berührt hat.

Ist Pädophilie wirklich therapierbar?
Selten erlebte man Prof. Beier so messerscharf wie hier: Es geht nicht nur um die Risiken pädophiler Ersatzwelten im „Second Life“, sondern auch um die generelle Überbetonung des Sexuellen in unserer heutigen Zeit, die solche Erscheinungen erst möglich macht. Ein aufschlussreiches Interview mit eindeutig gesellschaftskritischem Hintergrund! Den derzeit kostenpflichtigen Artikel sowie weitere Berichte über KTW findet man mit einer Suche nach „beier pädophilie“ auf http://www.faz.net.

Es geht nicht mehr weg
Im Dezember 2007 erschien im Lifestyle-Magazin „Dummy“ (Heft 17) ein Artikel zum Thema Pädophilie, an dem auch ich mitgewirkt habe. Inzwischen hat der Autor ‒ der Berliner Journalist Jan Pfaff ‒ den Artikel auf seiner Website veröffentlicht, wo er frei zugänglich ist.

Schrille Fanfare
Ein zwar schon etwa älterer, aber sehr informativer Artikel „aus dem Spiegel“ über die so genannte „Rind-Studie“, die 1999 für große Empörung in den Vereinigten Statten sorgte und vielen Pädophilen-Verbänden bis heute als Rechtfertigung dient, um die angebliche Schadosigkeit einvernehmlicher sexueller Beziehungen zwischen Kindern und Erwachsenen zu begründen.

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aktualisiert: 18.04.2017