Montag, 22.10.2018
Buchankündigung: Max Weber: Für ein Kinderlachen

Gästebuch

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Caspar Ibichei

am Sonntag, 09-10-16 18:35

caspar-ibichei@gmx.de

Outing, meine Erfahrungen.
Alle Outings sind eine sehr schwierige Sache. Ob in der Partnerschaft, bei Familie und Freunden und erst recht in der Öffentlichkeit.
Mein erstes Outing fand unter denkbar ungünstigen Umständen statt. Durch die Nutzung von Missbrauchsabbildungen bin ich vor 12 Jahren straffällig geworden und die Probleme mit dem Outing hatten mir Polizei und Staatsanwaltschaft abgenommen. Eine Partnerschaft wurde nicht berührt da es keine gab, die Familie hatte ich dadurch nicht verloren und bei Freunden trennte sich die Spreu vom Weizen. Ehemalige Arbeitskollegen mussten sich von mir distanzieren weil der öffentliche Druck auf sie und ihre Familien zu groß wurde. Die Zeit war ein Alptraum. Kürzlich hatte ich mich einem Arbeitskollegen gegenüber geoutet um ihm eine Erklärung für therapiebedingtes vorzeitiges Feierabend-machen zu geben. Seitdem sieht er die Pädophilen mit anderen Augen (positiv.) Vor drei Jahren wurde ein neu begonnener Beziehungsversuch abrupt beendet nachdem ich von mir gesprochen hatte. Jetzt will ich von mir sprechen bevor eine Beendigung wirklich weh tun kann. Ich weiß noch nicht ob das so gut geht, habe wegen der Ehrlichkeit aber eine Freundin gefunden.
Outings in der Öffentlichkeit sind nochmals eine ganz andere Dimension. Ich gebe Hanna Frey recht (danke für deinen Beitrag), auch ich halte sie für notwendig wenn wir (wenn ich) über Pädophilie aufklären wollen. Trotzdem halte ich zur Zeit noch die Anonymität dabei für wichtig. Sich öffentlich zu outen kann gravierende Folgen für das soziale und berufliche Leben haben. Man muss noch genauer hinschauen wie groß die Öffentlichkeit ist der man sich anvertraut. Doch wem sage ich das? Das wissen wir alle.
Für mich sehe ich im Moment noch keine andere Möglichkeit als anonym in die Öffentlichkeit zu gehen und ich weiß, dass auch das wichtig ist. (Lieber drei kleine Schritte vorwärts gehen, als bei einem Großen zu stolpern.)
Ich hoffe auf eine Zeit, in der man auf die Anonymität verzichten kann.

Caspar

 

Hanna Frey
aus Wuppertal

am Sonntag, 09-10-16 07:30

kontakt@hanna-frey.de

http://www.hanna-frey.de/

Zum Thema Outing
Ich las den Eintrag von Frank und mache mir darüber Gedanken. Ich glaube sehr wohl, dass es viele Probleme mit sich bringt, sich einem Menschen anzuvertrauen. Auf der persönlichen Ebene ist es sicher fragwürdig dieses zu tun, denn ich denke auch, es bringt am Ende mehr Probleme als Befreiung. (So stelle ich es mir jedenfalls vor) Es gibt aber die andere Ebene, die man hier nicht vergessen darf. Wer möchte, dass dieses Thema aus der Tabuzone heraus kommt, der muss sehr wohl "offen" damit umgehen. In den Köpfen der meisten Leute ist es noch nicht angekommen, dass pädophile Menschen keine Monster sind, die sich über jedes Kind hermachen. Im Gegenteil ... wo immer dieses Wort auftaucht, gehen die Leute Wände hoch vor Wut. Wer also möchte, dass dieses Thema in der Öffentlichkeit anders behandelt wird, der muss den Mut haben, sich dieser Herausforderung zu stellen, sonst wird das nichts. Ja, ich denke es mir... das ist so leicht daher gesagt von mir. Ich postete auf meiner Facebookseite ein Video wo ich um mehr Verständnis bat... und ich weiß selber, obwohl ich nun kein Täter, sondern Opfer bin, dass die Leute vor Wut kochen. Ich bekam zig private Nachrichten die alle den gleichen Tenor hatten. Wut, Unverständnis und auch Hass, sprudelte mir entgegen. Das liegt aber einfach daran, dass zu wenig pädophile Menschen sich öffentlich outen und den Leuten einfach mal einen anderen Blickwinkel erlauben, als den, den sie gewohnt sind. Es gibt also diese zwei Seiten. Da ich Opfer war, kann ich mir erlauben so zu reden... das hat natürlich nochmal eine ganz andere Wirkung bei den Leuten. Aber ich erlebe auch sehr viele Menschen, die tatsächlich einmal ernsthaft und anders darüber nachdenken, als sie es gewohnt sind. Das alles braucht Zeit. Eine Gesellschaft ändert sich nicht von heute auf morgen. Aber es liegt in der Verantwortung eines jeden pädophilen Menschen, daran mitzuwirken, dass dieses Thema anders behandelt wird. Es geht selbstverständlich hierbei nicht darum, einem TÄTER Verständnis entgegen zu bringen. Es geht darum, dass die Leute zum Arzt gehen können, dass Therapien bezahlt werden usw. bevor sie zum Täter werden! Das alles dient einzig und alleine dem Schutz der Kinder und liegt, so denke ich sehr wohl, in der Verantwortung der Menschen, die eine solche Neigung haben.

 

Frank Denker

am Freitag, 30-09-16 13:06

frank69@safe-mail.net

Aufgrund der Verlinkung in Aktuelles zu den veröffentlichten Outing- Erfahrungen aus dem Forum „Virtuous Pedophiles“ ist es – so denke ich – angebracht, diese Empfehlung zum Anvertrauen der pädophilen Neigung gegenüber anderen Personen zumindest kritisch zu hinterfragen.

Wenn ein Pädophiler über ein Outing nachdenkt, sollte m.M.n. IMMER folgender Grundsatz gelten:

„Was habe ICH von diesem Outing? Was hat die ANDERE Person davon? Welche Veränderung in meinem Leben erhoffe ich mir davon? Welche Risiken gehe ich mit dem Outing ein, und sind diese geringer zu gewichten als der erhoffte Nutzen?“

Wenn ich nur von mir ausgehe und Berichte anderer außer Acht lasse, so gibt es für mich nur eine Outing- Erfahrung. Ich habe mich meiner Frau anvertraut…
Aufgrund meines Versteckens meiner Gefühle gegenüber den Mädchen fiel es mir gut 10 Jahre nach meinem eigenen “coming in“ immer schwerer, mit diesem Zwiespalt zu leben, meine Frau aus tiefstem Herzen zu lieben und trotzdem vor ihr einen wichtigen Teil meines Ichs zu verbergen. Also eskalierte die Situation so weit, dass wir uns auseinander lebten und selbst meine Tochter befürchtete, wir könnten uns trennen…
Somit war mein Outing meiner Frau gegenüber tatsächlich eine Flucht nach vorn mit dem Risiko, genau das doch zu verlieren, was ich damit zu erhalten versuchte.
Das unmittelbare Ergebnis war auf ihrer Seite erst einmal ein absoluter Vertrauensverlust und ein Infrage- Stellen unseres langjährigen Zusammenlebens.
Das ist inzwischen zum Glück nicht mehr so.
Doch auch heute noch – fast 4 Jahre nach meiner „Beichte“ – sieht meine Frau jede meiner Begegnungen mit Mädchen mit dem kritischen Blick, DASS ich natürlich auf die Kinder aufmerksam werde und WAS ICH als pädophil empfindender Mensch jetzt für Gedanken haben könnte. Ganz krass wird das Problem meiner Frau aufgrund ihres Wissens um meine Neigung dabei deutlich, dass z.B. ein Tag, den wir zusammen gemeinsam mit meiner Nichte und deren Freundinen am Pool verbringen, negativen Einfluss auf unser späteres gemeinsames Sexualleben hat. Meine Frau kann selbst bei bestem Willen(!) nicht gegen das Gefühl (!) ankämpfen, ich könnte währenddessen in Gedanken noch am Pool sein…

Was also hat dieses Outing gebracht?
Insgesamt: Zum Glück(!) eine Festigung unserer Liebe zueinander.
Für mich: Die Möglichkeit der Offenheit/ Ehrlichkeit.
Für meine Frau: Klarheit über mein Verhalten bisher und Gewissheit darüber, dass sie niemals meine einzige Liebe sein wird, weil ich gegen GEFÜHLE machtlos bin …

Also: Wenn ich nicht selbst unsere Ehe gefährdet hätte aufgrund meines schlechten Gewissens wegen dem Verheimlichen(!) meiner Neigung– wäre es dann nicht besser für meine Frau gewesen, diese Gewissheit nie erfahren zu müssen?

Wie ist das bei anderen? Z.B. bei meinen eigenen Kindern?
Sie sind inzwischen erwachsen. Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu ihnen. Dieses wird auch nicht durch die Tatsache beeinflusst, dass ich meine Pädophilie vor ihnen geheim halte.
Warum sollte ich also dieses positive Verhältnis damit belasten, dass sie sich durch ein Outing ihnen gegenüber ab dann mit Gedanken befassen müssen, die sie zuvor NIE hatten?

Ergo:
Ich kann ein „Rundschlag- Outing“ NICHT befürworten und werde dieses auch selbst nicht tun.
Jeder, der darüber nachdenkt, sollte dabei nicht nur an sich denken!

Über das Risiko, an den „Falschen“ zu geraten, der dieses Geheimnis nicht für sich behalten kann, will ich gar nicht erst nachdenken!

Gruß
Frank Denker

Kommentar:

Max: Hallo Frank.
Danke für deine Erfahrungen. Du beschreibst das gleiche Dilemma das ich auch empfunden habe, wenn ich das ein oder andere eventuelle Outing ebgewogen habe. Im VirPed-Forum gibt es einen sehr wertvollen Thread über Risiken und Nebenwirkungen eines Coming-Out und der Text lässt die wesentlichen Eckpunkte aus diesem Thread erahnen, geht allerdings wenig darauf ein, verglichen mit der positiven Erfahrung des Autors.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass genau wie du beschreibst ein Outing sowohl Probleme beseitigen kann aber auch Probleme schaffen kann. Die Gedanken jedoch, die sich jeder einzelne macht, liegen meiner Meinung nach nicht in meiner Verantwortung. Die Leute sind erwachsen und ich erwarte von ihnen, dass sie selbst Herr ihrer Sinne sind. Heute weiß ich, dass das längst nicht bei allen "Erwachsenenen" der Fall ist.
Deine Fragestellungen zur Abwägung finde ich sehr gut. Mindestens 2 komplett nutzlose bis negative Outings hätten sie mir ersparen können.

 

Sue

am Montag, 12-09-16 17:09

Beruflich habe ich mit Menschen zu tun, die verurteilt sind für ihre Taten und ihre Strafe verbüßt haben. Und meine Aufgabe ist es nun, sie die nächsten Jahre zu begleiten. Bei euch finde ich nochmal einen anderen Blickwinkel auf das, was manche Menschen tun. Danke für diese Seite und eure offenen Beiträge. Sie helfen mir dabei, im Verstehen nicht einverstanden zu sein und trotzdem Empathie zu üben.

 

Hanna Frey
aus Wuppertal

am Montag, 12-09-16 08:54

kontakt@hanna-frey.de

http://www.hanna-frey.de/

Hallo Zusammen, gerne schreibe ich euch ins Gästebuch, nachdem ich mich über eure Seite und das Projekt “Kein Täter werden“ informiert habe. Ich war selber Opfer von sexuellem Missbrauch, sowohl in meiner sehr frühen Kindheit (ca. 3-6 Jahre) als auch später in meiner Jugendzeit (ca. 13-16 Jahre). Ich „war“ Opfer schreibe ich hier sehr bewusst, denn ich habe mich schon lange der Opferrolle entledigt. Sie liegt zwar in meiner Erinnerung auf der Festplatte meines Geistes und man kann die Erfahrungen solcher Erlebnisse nicht vergessen, aber man kann die Opferrolle ablegen, wenn man das will. Meine Vergangenheit war schwer, das ist sicherlich ein Fakt, aber sie dient nicht dazu, meine Gegenwart und Zukunft zu entschuldigen, oder gar zu bestimmen. Ich wurde sowohl von meiner Mutter, als auch von meinem Bruder missbraucht. Ob es sich hier um Pädophilie im eigentlichen Sinn handelt, wage ich nicht zu beurteilen, das Ergebnis aber bleibt das gleiche. Meine Mutter war schwer gestört, so würde ich es beschreiben und das völlig unnormale Verhalten im Umgang mit Sexualität in meiner Familie, führte dazu, dass mein Bruder das nach lebte, was meine Eltern vorlebten. Unsere Familie war asozial, so würde man das sagen. Ich habe noch 5 Geschwister, mein Vater war Alkoholiker und es war eben ein Alptraum. Eines Tages entschied ich mich, meine Geschichte zu veröffentlichen. Ich möchte Aufmerksam auf das Thema Pflegekinder machen (ich wurde von meinen Eltern getrennt und bin nach einem Heimaufenthalt in eine Pflegefamilie gekommen), andererseits möchte ich Mut machen. Nichts bleibt wie es ist. Das Leben bedeutet Veränderung. Jeder kann es schaffen, sein Leben zu drehen und in eine positive Richtung zu lenken. Das wichtigste von allem ist das verzeihen lernen. Ich habe verziehen und mich dadurch befreit. Niemand ist von Geburt an „böse“, auch meine Mutter oder mein Bruder nicht. Das musste ich verstehen lernen. Ich kann den Missbrauch nicht verharmlosen und das möchte ich auch nicht. Ich habe aber verstanden, dass mit alle dem nicht ich persönlich gemeint war, sondern das ich einfach Mittel zum Zweck war. Wenn ich es richtig verstanden habe, so ist Pädophilie eine krankhafte Neigung die nicht heilbar ist. Wenn es zu einer Tat kommt, ist es grausam, aber ich denke das geht nicht nur den Opfern so, sondern auch den Tätern. Ich bin heute 47 Jahre alt, Mutter von vier glücklichen Kindern und mein Mann und ich leben eine sehr glückliche Ehe. Meine Erfahrungen, so grausam wie sie auch waren, sind ein wertvoller Schatz, aus dem ich schöpfen kann um mein eigenes Leben sinnvoll zu gestalten. Ich möchte euch an dieser Stelle Mut machen. Nein, eure Neigung ist selbstverständlich keine Gute, denn sie zerstört unter Umständen, wenn sie ausgelebt wird, Kinderseelen. Ihr seid deshalb aber keine schlechteren oder besseren Menschen als andere. Ich wünsche euch viel Kraft, damit ihr niemals Gefahr lauft, eure Neigung auszuleben. Gerne stehe ich euch zur Verfügung, wenn ihr Fragen habt. Mein Buch über meine Lebensgeschichte wird bald erscheinen, aber ich möchte hier keine Werbung machen. Wer Interesse hat, kann sich gerne bei mir melden.
Am Ende meines Textes hier möchte ich euch noch mein Lebensmotto mit auf den Weg geben:

„Das ist mein Streit:
Sehnsuchtgeweiht durch alle Tage schweifen.
Dann, stark und breit, mit tausend Wurzelstreifen
tief in's Leben greifen
und durch das Leid weit aus dem Leben reifen,
weit aus der Zeit!“
Rainer Maria Rilke
Alles Liebe für euch! Gruß Hanna Frey

Kommentar:

Max: Hallo Hanna
Danke für deinen GB-Eintrag. Anerkennung von Menschen, die Geschichten wie deine überlebt haben ist etwas, was uns besonders freut.
Ob man Pädophilie per se als krankhaft einordnen kann, darüber streiten sich verschiedene Schulen. An der alltäglichen Situation des Einzelnen ändert diese Einordnung jedoch kaum etwas.
Grausam nicht nur für das Opfer sondern auch für die Täter... ich finde in dem Zusammenhang sehr interessant, dass in neueren Studien mit Hirnscans nur geringe Unterschiede zwischen pädophilen und teleiophilen Menschen aufgefallen sind, jedoch deutliche zwischen pädophilen Tätern und pädophilen nicht-Tätern. Leider verstehe ich nicht genug von der Materie um aus den Studien entnehmen zu können, ob diese Unterschiede auf eine vorher vorhandene Struktur hinweisen, oder ob eine Gewalttat im Hirn des Täters/der Täterin diese Veränderungen bewirken kann. Das wäre nämlich mein persönlicher Verdacht. Vielleicht mag sich einer der beteiligten Forscher hier mal dazu zu Wort melden?
Das Gedicht am Ende erinnert mich stark an die Geschichte "Die Steinpalme". Ich glaube die sollten wir hier mal veröffentlichen. Allerdings sind wir uns der Urheberrechtssituation bei dem Text nicht sicher.
Viel Erfolg mit deinem Buch!

 

Caspar Ibichei

am Montag, 12-09-16 08:43

Happy Birthday S&H
Durch meinen Urlaub kommen die Wünsche nachträglich.
Vielen Dank an das ganze Team für die viele Arbeit die ihr in diese Seite gesteckt habt. Und nicht zu vergessen die Hintergrundarbeit.

Auf die nächsten 10
Caspar

Kommentar:

Max: Danke dir. Speziell auf die Hintergrundarbeit kommen wir im zweiten und dritten Teil unseres Artikels "10 Jahre SuH" noch zu sprechen. ;)
Übrigens danke nochmal, dass du dich Mano angenommen hattest.

 

Tom Hebephil

am Freitag, 09-09-16 21:24

Hallo Max

Meine Freundin ist eher vorsichtig mit Interviews übers Internet. Ich auch, da ich meine Anonymität erhalten möchte (muss man ja leider...) dennoch würde ich sehr gerne Auskunft geben, da es mir sehr gut tut, von meinem Empfinden zu erzählen. Melde dich doch in einem weiteren Kommentar, wir ich dir Auskunft geben soll. Chat? Mail?

Gruss, Tom

Kommentar:

Max: Hallo Tom
Uns schwebt gar kein strukturiertes Interview vor sondern eher Erfahrungsberichte, was einzelne oder Paare wichtig finden oder was in einer ehemaligen Beziehung zB gewaltig schiefgelaufen ist. Wir schreiben die tage noch was dazu unter "Aktuell". melden kannst du dich bei uns am besten per extra eingerichteter anonymer E-Mail oder Wegwerfadresse (Wie du es ja mittlerweile getan hast). Für andere, die sich mit dem finden der Adresse schwertun: man findet sie im Impressum (Link ganz unten auf jeder Seite) und auf der Haubtseite ganz oben unter der Überschrift und unter "Über uns".

 

Tom Hebephil

am Donnerstag, 08-09-16 12:19

Hallo Max, Hallo Newman

Seit einiger Zeit verfolge ich die Aktualitäten eurer Seite und möchte euch aus diesem Grund einmal Danke sagen und Herzlich gratulieren zum 10 Jährigen bestehen eures Internetauftrittes.
Ich möchte gerne auf diesem Weg einmal etwas über mich loswerden. Ich bin 32 und Handwerker. Seit meiner Jugendzeit weiss ich, dass ich nicht „normal“ bin wie es die meisten anderen sind. Am Anfang konnte ich meine Gefühle und Sehnsüchte nicht einordnen, was alles so ziemlich dem typischen Schema des sich findenden Pädophilen entspricht. Dass ich mich inzwischen „gefunden“ habe verdanke ich zu einem grossen Teil dieser und ähnlichen Seiten im Internet. Aber zuerst mal der Reihe nach. Als ich 19 Jahre alt war, verliebte ich mich unsterblich in eine 13 Jährige, welche in meinen Augen so unglaublich schön war, dass ich so einiges für Sie getan hätte. Nur konnte und durfte ich leider mit niemandem über diese Gefühle sprechen, da ich mir vermutlich in diesem kleinen Dorf viel Ärger und Missgunst eingehandelt hätte. Also schwieg ich und flüchtete statt dessen ins Internet. Um den manchmal schier unerträglichen Druck abzubauen suchte ich nach Pornoseiten und kam per Zufall auf einen Link mit einer Kinderporno Page. Ich war sehr überrascht, dass so etwas einfach so abgerufen werden konnte. Ich hatte damals weder gute PC Kenntnisse noch eine Kreditkarte! So nahm das Übel seinen Lauf und ich wurde regelrecht süchtig, vor allem nach Jugendpornografie. 2007 dann die Hausdurchsuchung, Verhaftung und anschliessende Befragung der Kriminalpolizei. Das war wohl so ziemlich der dunkelste Tag in meinem bisherigen Leben, dass damals nur noch an einem Seidenfaden hing. Ja, ich wollte mich umbringen, und habe dies meiner Familie wegen nicht getan! Es hat sich bei mir aber auch ein Umdenken eingestellt, so dass ich zuerst des Gesetzes wegen und inzwischen aus Überzeugung „clean“ bin und nie wieder solche Bilder anschauen werde.2010 habe ich dann eine Therapie über 20 Sitzungen bei einem sehr guten Psychologen gemacht, woraus ich entnehmen durfte, mich selber zu akzeptieren. Inzwischen habe ich eine Menge gelesen und mich sehr intensiv mit dem Thema Pädophilie auseinander gesetzt. Inzwischen beschreibe ich mich (zu Glück!!) zu 80% Heterosexuell und in meiner Nebenströmung zu 20% Hebephil. Ich habe auch das Glück einer wunderbaren Partnerschaft mit einer Frau, die ich über alles Liebe. Sie ist sogar noch etwas älter als ich. Wir reden oft über viele Dinge, auch über meine Neigung zu pubertären Mädchen. Im Lauf der Jahre konnte ich mich auch noch ein paar anderen Personen und einem Teil meiner Familie anvertrauen, was meinem Leben wieder einen unglaublich starken Sinn gibt. Jetzt würde ich mich auf keinen Fall mehr umbringen wollen!
Ich finde es wichtig, dass ein Austausch unter gleichgesinnten stattfinden kann. Deshalb sind Seiten wie eure und die Doku`s die Ihr verlinkt für mich und für viele andere ähnlich fühlende Menschen Gold wert. Nochmals vielen Dank für eure grosse Arbeit!

Kommentar:

Max: Danke Tom für deine Geschichte. Finde ich sehr bewegend. Hey und großartig, dass du auch eine Partnerschaft gefunden hast!
Eine Idee: würden du und deine Freundin/Frau evtl. ein wenig mit uns aus dem Nähkästchen plaudern? Wie du vermutlich mitbekommen hast haben wir vor, die Rubrik "Pädophilie und Partnerschaft" zu überarbeiten. Das wird noch eine ganze Weile dauern (da zur Zeit andere Projekte vorgehen), aber im Vorlauf wäre es uns hilfreich Input und Erfahrungsberichte von Paaren zu erhalten.

 

Moritz Z.

am Donnerstag, 08-09-16 05:28

Liebes "Schicksal und Herausforderung"-Team,

ich würde euch einfach mal gerne loben für das was Ihr hier macht. Ich selber bin nicht pädophil, versuche aber in den letzten Jahren Dinge von einer anderen Seite zu sehen. Das geht über die verschiedensten Themen und nun also auch über Pädophilie. Jetzt wo ich mal eine andere Seite gehört hab und mir das oft durch den Kopf gehen lassen habe, stelle ich mit erschrecken fest, wie schwer man es als Pädophiler doch haben muss... Die Menschen sollten einander helfen und sich gegenseitig das Leben leichter machen und nicht Leuten die sowieso mit sich kämpfen, nochmal fertig machen. In diesem Sinne Danke dass Ihr hier so super mit dem Thema umgeht. Das ist für viele sicher eine große Hilfe!

Viel Erfolg weiterhin,

Moritz

Kommentar:

Max: Hey Moritz, Danke dir. Es wär schön wenn mehr Menschen so "menschlich" denken würden wie du.

 

Mano

am Montag, 29-08-16 22:32

Mano@topmail-files.de

Max, deine Worte sind bei mir angekommen. Wir haben wohl beide etwas versucht, was wirklich in die Hosen gegangen ist. So ziehen wir einfach einen Strich darunter und versuchen es nochmals.

In der Verzweiflung versucht man vieles, es war sicher etwas ungeschickt von mir, bei dir mit der Türe ins Haus zu rennen und zu erwarten, dass du dann unter der Türe noch das sagen kannst was ich in dem Moment brauche. Aber es hat sich gezeigt, du hast auch deine „Helfer“.

Was den Caspar betrifft, ein ganz besonderer Mensch, der die Hilfe in der Not war, was dann so weit geführt hat, dass ich ihn schlussendlich auch besucht habe. Ein Besuch, der extrem wertvoll war.

 

John

am Montag, 22-08-16 19:20

Hallo,

Ich habe eine Anregung:
Ich hätte gerne schon mal Fragen gestellt, die mir auf der Zunge brennen. Allerdings möchte ich ungern per Mail Kontakt aufnehmen, da ich viel zu viel Angst habe, dass diese Konversation durch die Mail mit meiner echten Identität verbunden werden kann. Denn obwohl ich niemals etwas Illegales getan habe und es zum Glück dank vollkommen legaler und moralisch absolut legitimer Alternativen niemals tun werde, ist Pädophilie immernoch zu stark verpönt.
Daher schlage ich ein System vor, das auf die Kontaktaufnahme ohne Mail auskommt.
Dazu stellt man über ein vorgegebenes Formular eine Frage und erhält anschließend eine Codenummer, über welche man die Antwort prüfen kann.
Dieses System lässt eine wichtige Hürde zum Absenden der Frage wegfallen.

Anschließend noch ein Lob:
Vielen Dank für diese Webseite. Sie ist ein enormer Dienst an der Menschheit und sollte viel, viel mehr mediale Aufmerksamkeit erhalten. Ihr seid gute Menschen und ich hoffe, dass wir irgendwann in einer Welt leben, in der Pädophile sich outen können, ohne direkt einen Lynchmob mit Heugabeln und Fackeln vor sich stehen zu haben.

Viele Grüße

Kommentar:

Max: Hm, das mit der anonymen Antwortmaschine klingt nach einer echt guten Idee. Ich werde das mal mit unserem technischen Assistenten FloZilla besprechen. NewMan fand das auch eine Überlegung wert. Allerdings sollten Ende-zu-Ende-verschlüsselte Mails oder die Nutzung einer Wegwerfadresse im Allgemeinen eine ausreichende Sicherheit bieten. Nutzung des TOR-Browsers kann diese noch verbessern. Wie wäre es denn vorerst damit als Zwischenlösung?
Interessant finde ich in diesem Zusammenhang ein Ergebnis der Studien von Sara Jahnke zur Stigmatisierung Pädophiler: wir werden geächtet, das ist klar, aber wenn man pädophile Menschen befragt, wie sie selbst das Maß der Ächtung einschätzen, dann überschätzen wir es tendenziell massiv. Ohne deine Situation näher zu kennen würde ich annehmen, dass es eher unwahrscheinlich sei, dass sich jemand konkret dich vornimmt um mit viel krimineller Energie gerade deine Identität zu knacken. Aber tatsächlich einschätzen und einordnen, ob du dich mit E-Mailkontakt wohlfühlen würdest, musst natürlich du selber.
Soweit nur ein paar Gedanken dazu.

 

Fetzer

am Freitag, 19-08-16 21:50

Szenarisch bin ich auf dem Laufenden, obwohl ich zugeben muss, eure Webseite immer noch nicht bis in allen Tiefen studiert zu haben.
Nach wie vor verfolge ich abseitigen Communitys, heute jedoch nicht mehr so extrem.
Jene Sympathisantentzüge, allseitig für versprechender Gruppierungen, scheinen an mir vehement vorbei gerollt zu sein.
Was ich als Einzling damit tolerieren muss oder vielleicht sogar raus gefordert hab.

 

Marcel M

am Donnerstag, 18-08-16 10:54

Kinderschänder - Name entfernt -
UNVERBESSERLICH
TEURE THERAPIE FÜR MAU

Er hat seine 11 jährige Nichte schwer missbraucht und sitzt jetzt in der JVA Waldheim ein. Er macht dort eine "Sozial"therapie und hält die teure Therapie für Kinderfantasia-Wunderland.
Bitte schreibt ihm, und teilt ihm mit, was ihr von seinem laissez-faire haltet, damit er Beine macht. Er wird nämlich in ca. 18 Monaten entlassen!!!

- Adresse entfernt -

Kommentar:

Max: Wir können nur Menschen helfen, die sich auch helfen lassen wollen. Was du vorschlägst würde so, sie ich es verstehe, auf etwas zwischen Belästigung bis zu Diffamierung hinaus laufen, auch sofern der Mann tatsächlich keine Reue und Änderungen zeigt (er ist uns übrigens in keiner Weise bekannt). Natürlich wäre das traurig und evtl. gefährlich, doch die Gewalt sich solcher Fälle anzunehmen haben nur die Behörden der Strafverfolgung.
Was hälst du davon uns per Mail etwas zum Hintergrund deines GB-Eintrags zu schreiben? Vielleicht missverstehe ich ihn auch gerade gewaltig.

 

Ida neubau

am Dienstag, 16-08-16 22:26

Hallo,

seit kurzem befinde ich mich in einer Therapie und habe im Grunde genommen großes Vertrauen zu meinem Therapeuten.
Ich habe eine Gedächtnislücke bezüglich eines bestimmten Zeitraumes aus meiner Vergangenheit, aber deswegen habe ich die Therapie nicht begonnen, sondern unter anderem wegen meines starken Misstrauens und wegen verschiedener Ängste.
Anfangs hatte ich Erinnerungsblitze von früher, über die ich in der Therapie gesprochen habe, und auch über einen Albtraum.
Dann ist eine Weile vergangen und nun habe ich seit fast 2 Wochen Albträume von damals, über die ich nicht reden kann. Ich habe es versucht, aber ich kann nicht darüber sprechen. Seit den Albträumen habe ich Angst einzuschlafen. Die Albträume drehen sich immer wieder auf verschiedene Weise um das Thema sexueller Missbrauch.
Ich denke, das sind nur schlechte Träume, das hört schon wieder auf. Aber die Albträume sind immernoch nicht weg und seit den Albträumen habe ich einen starken inneren Ekel, den ich nicht loswerde.
Einerseits denke ich, das ist völlig verrückt, dass ich Angst wegen einpaar Albträumen habe und ich denke, dass diese Albträume unmöglich etwas mit der Wirklichkeit zu tun haben können.
Andererseits beschleicht mich so ein komisches Gefühl der Angst und hilflosigkeit.
Gibt es irgendeine Methode, dass ich es schaffe, in meiner Therapie darüber zu sprechen?
Auch frage ich mich, warum ich nicht darüber sprechen kann, obwohl ich vertrauen habe?
Gibt es eine Methode, weitere Albträume davon zu verhindern?
Kann es sein, dass Erinnerungsblitze einfach nur Einbildung sind?

Kommentar:

Max: Hallo Ida
Ja es gibt durchaus falsche Erinnerungen. Mir ist allerdings leider kaum etwas Genaueres zu dem Thema bekannt, vor allem nichts dazu, ob und wie sie sich von realen Erinnerungen unterscheiden oder "löschen" lassen. Das ist eine krasse Geschichte, was du da gerade erlebst. Ich wünsch dir da auf jeden Fall viel Kraft für jede neue Nacht!
Ich finde es durchaus normal, dass einem Albträume ab einem gewissen Maß echt Angst machen können. Warum das Reden darüber dir aber so schwerfällt... Wäre es dir evtl. möglich das Thema genau so vage, wie du jetzt hier darüber geschrieben hast, in deiner Therapie anzusprechen? Oder dasselbe aufzuschreiben? Ein(e) gute(r) Fachmann/Fachfrau sollte damit etwas anzufangen wissen und dir evtl. helfen können im Detail zu berichten, falls das nötig ist. Evtl. wüssten sie auch Abhilfe gegen die belastenden Träume.Eine Erinnerungslücke kann unseres Wissens durchaus Symptom einer Misshandlung in der Kindheit sein, muss sie aber nicht. Wende dich doch gern gegebenfalls per Mail an uns, wenn du weiter darüber schreiben magst.

 

Mano

am Dienstag, 16-08-16 21:32

Mano@topmail-files.de

Lieber Max

Eigentlich wollte ich mich hier nach meinem letzten Besuch im Gästebuch nie mehr blicken lassen.
Ich habe damals nur das gelesen was ich nicht hören wollte und du hast das geschrieben, auch wenn es ehrlich war, was ich in dieser Situation sicher nicht brauchen konnte.
Wenn du von der Polizei zu einem Verhör vorgeladen wirst und dir dann an den Kopf geworfen wird, du hätte einige Mädchen in der Umgebung missbraucht und dann ohne weitere Vorwarnung in
U-Haft gesteckt wirst ohne jemand darüber zu verständigen können, dann bricht die Welt zusammen.
Die Wochen vergehen, man befragt alle Mädchen und alle sagen „NEIN“ und so wirst du nach 2 Monaten wieder aus der U-Haft entlassen.
Du stehst dann in deiner eigenen Wohnung, findest dich darin nicht mehr zu Recht und das einzige was du dann noch willst ist sterben.
Auch wenn ich meine pädophilen Neigungen nie real ausgelebt habe, stellt sich dann doch die Frage, wie weit hat sie mich gebracht?
Dann sucht man verzweifelt nach irgendetwas an was man sich festhalten kann, ein kleiner Zweig, ein Blatt oder sonst irgendetwas. Ich habe auf die Schnelle dein Gästebuch gesehen, doch du hast es leider nicht erkannt mit deinen Worten.
Doch so schlecht war diese Wahl dann doch nicht weil Caspar ibichei sofort erkannt hat, wo das Problem liegt und bot seine Hilfe an. Er hat mir unteranderem wieder auf die Beine geholfen.
Max verstehe mich bitte nicht falsch und es soll auch kein Vorwurf sein, aber auch wenn du mit deiner Neigung klar kommst, so sind es sehr viele die dies nicht können wie du es kannst. Ich bin einer von denen, welcher sich sehr schwer damit tut und wenn ich heute ein Embryo wäre und man mir sagen würde, was mich im Leben erwartet und man mich fragen würde was ich gern möchte, so würde ich mich für eine Abtreibung entscheiden.

Kommentar:

Wir hatten kleine technische Schwierigkeiten, deswegen haben wir in der letzten Woche keine Gästebucheinträge freigeschaltet. Das holen wir heute nach.
Max: Hallo Mano. Es tut mir sehr leid, was du durchmachen musstest. Bitte entschuldige meine unsensible Reaktion neulich. Ich hatte dir Mut zusprechen wollen, den Hass von dir selbst weg zu lenken. Das ist damals wohl gründlich in die Hose gegangen...
Auch ein dickes Danke an Caspar hier natürlich!
Wisse, du bist hier willkommen.

 

paralyzed empty

am Montag, 15-08-16 10:12

Ich fühle mich gelähmt ich will kein Monster sein. ich habe vor ein paar Tagen die Erkenntniss gemacht mich zu Kindern hingezogen zu fühlen doch ich muss still sein kann nicht reden.

ich weiss nicht ob ich so noch ein guter Mensch sein kann
ich habe nie einem Kind etwas getan und kann es mir auch nicht vorstellen doch wie soll ich mit diesen schrecklichen Gedanken weiter Leben. mich plagt ein schlechtes gewissen der ekel vor mir selbst ich kann seit Tagen nicht mehr Essen seit tagen nicht mehr in den Spiegel sehen ohne zu sagen du bist kein Guter Mensch. Ich werde niemals mit wem darüber Reden können ohne abgestempelt zu werden PÄDO,ABSCHAUM keine berechtigte existenz. Ich denke Morgens direkt an Selbstmord wenn meine geschwister nicht wären hätte ich es schon getan .Gibt es einen sinn für mich hier weiter zu Leben ohne mich wem anvertrauen zu können. ich leide seit Jahren unter komplexen und Depressionen ich bin 21 und ein seeliches Wrack. ich will nicht mehr ,ich kann nich mehr.

Kommentar:

Max: Danke für dein Vertrauen.
Zuerst: du bist hier goldrichtig, wir können deine Situation recht gut nachvollziehen, die du beschreibst.
Bitte nicht verzagen!
Melde dich doch gerne per Mail bei uns oder beim Präventionsnetzwerk "Kein Täter werden" (siehe www.kein-taeter-werden.de), da kannst du Gespräche und vertrauliche Hilfe bekommen.
Hier ein kleiner Gedanke zu deinem Spiegel-Problem: Was macht einen guten Menschen aus? Ausschließlich gute Gedanken zu haben? Nie jemandem böse zu sein? 100%ig heterosexuell zu sein? Sind es nicht eher gute Taten bzw das Unterlassen von schlechten Taten?
Was hast du oben nochmal geschrieben? "Ich habe nie einem Kind etwas getan" – das ist es was "Güte" unter anderem hier ausmacht!
Ob du "ein guter Mensch bist" hat niemand anders außer nur DIR SELBST in der Hand. Deine Frage aber, ob du "so noch ein guter Mensch sein" kannst können wir mit einem klaren JA beantworten.
Ich wünsche dir von Herzen Kraft und melde dich gern bei uns, wir versuchen gern zu helfen.
Gruß, Max

 

Jonas Jonas
aus Mond

am Sonntag, 31-07-16 15:53

Hallo.
Ich bin es, der Jonas mit seiner Lebensgeschichte "Wie wird ein Pädophiler zum Täter" hier auf dieser Seite.
Geschrieben habe ich diese Biografie 2010. Das ist sehr lange her und ich wollte hiermit mal wieder etwas von mir hören lassen. Ich bin tatsächlich 2011 entlassen worden und lebte danach noch einige Jahre in Nachsorge- Einrichtungen.
Aber das ist nun auch schon lange her und lebe nun auch schon wieder einige Jahre in einer eigenen Wohnung. Die Bewährungszeit habe ich auch schon überstanden, so dass ich heute wieder ein völlig freier Mann bin. Mir geht es soweit ganz gut. Ich gehe regelmäßig freiwillig zu meinem selbst ausgesuchten Therapeuten und nehme auch meine Medikamente auf freiwilliger Basis weiter. Unglaublich das die Kosten für dieses Medikament (Salvacyl) von der Krankenkasse ohne Probleme übernommen wurden. Es geschehen noch Zeichen und Wunder.
Arbeiten kann ich aufgrund einiger psychischer Probleme nicht mehr, aber das hat nichts mit meiner Kern-Pädophilie zu tun. In der sehr langen Haftzeit ging es ja oft nur um die Pädophilie, für andere Dinge war einfach keine Zeit da oder es interessierte nicht sonderlich.
Nach so langer Zeit ohne eigene Wohnung war es auch nicht leicht in der Freiheit wieder zurecht zu kommen, aber momentan klappt das schon wieder ganz gut.
Vielleicht schreibe ich nochmal alles etwas ausführlicher zusammen.
Bis dahin
Tschüss und bis bald

Euer
Jonas

 

Der Zwängler

am Dienstag, 26-07-16 23:20

Wo bleibt mein Post XD

Kommentar:

Max: Hey Zwängler. Moment... der war tatsächlich für's Gästebuch gedacht? Dein Post hängt unveröffentlicht im GB fest da er nicht wirklich ins GB passt: ein langer ausführlicher Text wie deiner ist eher was für einen Beitrag innerhalb einer der Rubriken von SuH, also eine eigene Unterseite. Deswegen haben wir den nicht hier freigeschaltet.
Hinzu kommt, dass NewMan und ich privat und mit einem anderen Projekt im Hintergrund so beschäftigt sind, dass wir uns noch nicht wirklich mit deinem Eintrag auseinandersetzen konnten. Das machen wir aber 100% noch. Bis dahin: nicht verzagen, kommt noch. Versprochen. ;)

 

Manuel

am Samstag, 23-07-16 20:12

hi max, you can give me your email, I am interested in communicating with you

Kommentar:

Max: Hi Manuel. You can easily reach me via the email given right on top of our website: http://www.schicksal-und-herausforderung.de/

 

Karlheinz
aus Rheine

am Mittwoch, 13-07-16 14:52

Schaefer5-488@telekom.de

Find Ihre Webpage nicht schlecht, machen Sie weiter so! Schaue ab und zu mal rauf :-)

Kommentar:

Link entfernt. Werbung ist hier nicht erwünscht.

 

Äni

am Mittwoch, 06-07-16 21:18

Alles fing mit einem kleinen vorgeschlagenen Link in Facebook an und über diverse Links bin ich nun hier gelandet. Ich hätte nie gedacht, dass ich irgendwann in meinem Leben mal einen Gästebucheintrag hinterlasse und meine "Wertung" hinterlasse. In der Regel bewertet man heute ja nur noch im www, egal ob im Forum, bei ebay oder bei Stiftungwarentest. Aber ich will nicht werten. Das ist genau das, was diese Website geschafft hat. Noch vor 2 Stunden hatte ich das typische Gesellschaftsbild von Pädophilen im Kopf: Widerliche Kinderschänder ohne Hirn und Moral. Ich bin froh, dass ich Jonas Geschichte lesen durfte und ich an mir selbst erfahren durfte wie Aufklärung Vorurteilen entgegenwirkt. Ich werde nicht mehr einfach so urteilen und werten - versprochen.
Danke für die tolle Arbeit.

Kommentar:

Max: Danke für dein Lob und deine Offenheit! Das freut uns wirklich von Herzen.

 

Zwängler

am Samstag, 02-07-16 11:54

Wird der schneide tisch noch betrieben ? Soll ich nochmal versuchen neu zu schreiben oder lohnt das nicht mehr ?

Kommentar:

Max: Hallo Zwängler. Ich habe versucht dich per E-Mail zu erreichen. Bitte maile uns doch zurück. :)

 

Caspar Ibichei

am Samstag, 25-06-16 22:25

caspar-ibichei@gmx.de

@ Marco,
ich möchte dir an dieser Stelle ganz ganz herzlich für deinen Eintrag unter Pädo-Erfahrungen danken. Er gibt mir viel Stoff zum Nachdenken. Bitte lass uns weiter an der Entwicklung teilhaben.

 

Caspar Ibichei

am Samstag, 25-06-16 01:11

caspar-ibichei@gmx.de

So wirklich dichten kann ich leider nicht. Wohl aber festhalten was mir manchmal durch den Kopf geht.


Stumme Helden

Ich muss schweigen, darf nicht reden
mich nicht auffällig bewegen
„Schau da nicht hin, dreh dich nicht um“
wer um mich weiß, nimmt es mir krumm.

Tief in mir spür' ich ein Verlangen
ich musst jetzt um uns beide bangen.
Ihr Bild im Kopf, wie sie vor mir steht,
ich hab es nicht herbeigesehnt.

Seh' ihre Augen, ihr Gesicht
ich würde gern', doch will ich nicht.
Die Sehnsucht nagt an meiner Seele
„Seht ihr denn nicht, wie ich mich quäle?“

Ich kämpf' für mich und auch für Sie
bemerkt wird dieser Kampf wohl nie.
Ich möchte lieben, nicht zerstören,
drum muss ich´s selber mir verwehren.

Ich leb' nicht gern mit meiner Pein
doch will ich niemals schuldig sein.
Nicht schuldig werden an dem Leid
das aus der Kinderseele schreit.

Ich habe Angst vor all den Massen
die jeden Pädophilen hassen.
Ein Stückchen Glück, das suchen alle
doch hier wird es zur bösen Falle

Verachtung schlägt mir ins Gesicht
gewollt habs ich doch selber nicht.
Ich hab es mir nicht ausgesucht
als „Missbrauch“ wird es gleich verbucht.

Ich fühl vom Leben mich verraten
und leide unter And'rer Taten.
Ich hab mich ständig kontrolliert
damit der Wahnsinn nicht passiert.

Ich hatte sie so sehr geliebt
doch ich weiß das dass nur Tränen gibt.
Sie ist so jung, sie ist so zart
das Leben ist manchmal so hart.
Mein Herz, es liebt, der Körper sucht
ich hab' mich schon so oft verflucht.

Kommentar:

Max: Hey danke Caspar für dein Gedicht. Ich finde es sehr gut und nachvollziehbar.
Am Anfang deines GB-Eintrags fragtest du noch (was wir glaube ich aus dem Beitrag rausnehmen sollten): "Es ist so still hier. Kann dies hier rein oder besser nicht?" Dein Eintrag ist uns auf jeden Fall willkommen. Hast du aber schon darüber nachgedacht es vielleicht als Beitrag zum Shadows Project einzureichen? Und/oder für die Rubrik "Pädo-Erfahrungen" auf SuH?

 

Frau A

am Mittwoch, 25-05-16 13:52

Ich habe das Buch "Herausforderung Pädophilie" gelesen und bin dankbar dass es mir in die Hände gefallen ist - es klärt so toll über jegliches Falschwissen und Vorurteile auf und schafft Bewusstsein und Mitgefühl für Betroffene!
Es sollte viel viel mehr aufgeklärt werden über das Erleben und Fühlen pädophiler Menschen.

Ich habe großen Respekt vor Menschen, die mit ihrer Pädophilie straffrei Leben (lernen), denn es erfordert sehr viel Disziplin und Kontrolle etwas so starkes wie Zuneigung und sexuelle Bedürfnisse zu lenken/unterdrücken.

Ich hoffe dass das Thema Pädophilie in Zukunft etwas enttabuisiert werden kann, ich denke das könnte vieles leichter machen nicht nur für Betroffene und deren Angehöre sondern gesamtgesellschaftlich die Perspektive auf das Thema ändern.

Sehr informative Seite!
Weiter so! :)

 
 
aktualisiert: 24.05.2018