Montag, 22.10.2018
Buchankündigung: Max Weber: Für ein Kinderlachen

Gästebuch

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Arno Nym
aus Berlin

am Freitag, 10-02-17 23:14

@Max

Also diese Bilder von der "angeblich" familiengerechten Seite, sind sogar im Internet bekannt, dass Pädophile diese Seite gezielt ausnutzen, um hier Bilder von Kindern hochzuladen. Ein Fotograph hatt diese Bilder bewusst gemacht , dass sich Leute mit diesen Neigungen daran erfreuen können, zb Bilder von 10 Jährigen Mädchen(extrem süsse !!), die breitbeinig daliegen und ohne ihr wissen, was mit den Fotos geschieht, dieses über sich ergehen lassen zb mit Methoden, damit die Kinder überhaupt solche Fotos von sich machen lassen, ohne dass sie Verdacht schöpfen. Etwa so, dass sie gar nicht wissen, warum sie ihre Beine breit machen sollen, sie sollen dies tun und dabei lächeln. Sie wissen in den Alter noch gar nicht, was das bedeutet, ausser dass der Mann sie lobt oder sie vertrauen zu ihm haben(oder sie bekommen Geld dafür)
Einige Pädos denken dann(sie schreiben es auch unter den Kommentaren) , dass diese Mädchen "förmlich" nach schreien gefickt(Sorry !!) zu werden(Weil sie so "willig" schauen(sollen)). Mich würde interessieren, ob Täter solche Bilder dazu nutzen, angefixt zu werden und dann immer mehr Lust bekommen, ein Mädchen zu vergewaltigen.
Die Kommentare(aus verschiedenen Ländern der Welt) gehen dann schonmal in die Richtung a la. "All ihre Löcher müssen benutzt werden" u.a (unter einem Bild eines 10 Jährigen Mädchens)
Ich finde es immer wieder krass, wie solche Menschen es schaffen, Kinder vor die Kamera zu bekommen für solche Fotos. Es gibt sogar Kommentare unter den Bildern, wo sich Leute gegenseitig anschreiben und meinen: MEIN Model(Mädchen) könnte für etwas Geld Fotos für dich machen, ich könnte da was arrangieren.
Dieses Thema beschäftigt mich sehr und ich lese viele Bücher darüber.

Sorry für die Direktheit, ich wollte nur sagen, wie ich diese Seiten erlebt habe !

MFG

Arno

 

Jan S.

am Freitag, 10-02-17 17:40

Hallo Zusammen,

ich bin auf diese Seite durch die Reportage gestoßen, die vor kurzem auf Arte gezeigt wurde. Ich selbst bin nicht unmittelbar von der Pädophilie betroffen, aber ich finde es sehr lobenswert, dass es eure Seite gibt und, dass du dich dazu entschlossen hast, ein Buch über deine Problematik zu schreiben, welches ich mir gerade bestellt habe.

Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg bei deiner Therapie.

Jan :)

Kommentar:

Max: Danke für dein Lob Jan. Wir geben uns Mühe!

 

franz wuth

am Freitag, 10-02-17 12:56

mrmonster@online.de

Ich bin ebenfalls pädophil und habe vor ein paar Jahren am Programm "Kein Täter werden" in Kiel teilgenommen. Allerdings hatte ich dort ca. viereinhalb Jahre lang einmal im Monat Einzeltherapie, da ich eine Strecke knapp 400 km mit der Bahn fahren musste. Ich stehe zu den 15 Grundsätzen und zum Ehrenkodex und bin nie übergriffig in Bezug auf Kinder geworden. Meine Erfahrungen konnte ich im vergangenen Jahr ebenfalls in Buchform bringen, unter meinem Pseudonym Franz Wuth (ISBN 9783743102125). Das Buch ist seit Ende Januar im Buchhandel erhältlich. Ich selbst lasse mir seit längerem Salvacyl vierteljährlich spritzen, da ich nur so vom Internet loskam. Soweit zu mir. Ich würde mich auf Antwort von euch freuen.

Kommentar:

Max: Hallo Franz. Danke für deinen Buchtipp und herzlichen Glückwunsch zur Veröffentlichung! Ich habe eben schon das Vorwort in der recht umfangreichen Vorschau gelesen. Wenn ich fragen darf: hast du Borderline oder ist das aus heutiger Sicht eher eine voreilige unzutreffende Diagnose gewesen?
Ich war so frei, in deinem Eintrag die Leerzeichen aus der ISBN herauszunehmen, da sie so scheinbar besser (sprich: überhaupt) per Suchmaschine zu finden ist.

 

Arno Nym
aus Berlin

am Montag, 06-02-17 19:59

Seht ihr das auch so, dass Seiten, wo Kinderbilder zb in Bikini gezeigt werden, zu der so genannten Grau/mittelbereichzone gehören, d.h diese Bilder sind generell KEINE Straftat, aber dafür leichter zu bekommen, ohne sich strafbar zu machen?
Empfindet ihr diese Seiten ebenfalls als strafbestandwürdig, bzw als weitere Möglichkeit, Kinder sexuell auszubeuten bzw sich an Kindern sexuell zu befriedigen?

Ich spreche auch von Seiten (zb Russische) wo Leute unter den Bildern von Kindern "nette" Kommentare schreiben können und sie Kinder sogar (bzw Bilder) bewerten können.
Dies ist dann eingebunden in eine normale Bilderhochladseite für die ganze Familie(auch normale Fotos zum reinstellen), wo auch solche Kinderfotos dabei sind

Habt ihr mit solchen Seiten Erfahrungen, ich meinte damit nur, was "haltet" ihr von solchen Seiten. Sorry ich weiss nicht wie ich es ausdrücken soll, ich möchte nicht solche Seiten legitimisieren.
Sind die Menschen, die respektlose Kommentare unter den Kindern schreiben gleich schlecht??

LG Arno

Kommentar:

Max: Also vom Gedanken des Ampelmodells der Charité her so wie aus unserer Sicht wären Bilder, wie du sie hier beschreibst (bekleidet und ohne sexuellen Kontext wie erotisches Posieren), per se "grün" also unbedenklich.
Für die Strafwürdigkeit fände ich eher ausschlaggenbend (wenn man dazu Infos bekommen könnte) ob hinter der Produktion der Bilder bzw der Seite(n) Strukturen stehen, die ausbeuterisch sind. Ob Bilder geeignet sind, daass sie ein Pädophiler aufreizend findet find ich völlig unerheblich. Warum denn auch nicht?
Die wie du sagtest "netten" Kommentare sehe ich ähnlich wie das "Locker room banter", das Männergerede, mit dem Donald Trump vor einigen Monaten einen Aufschrei auslöste: als etwas was Menschen sexistisch zu Objekten degradiert und was ich sehr ablehne.
Was ich von den Seiten an sich halte? Ich persönlich finde es übertrieben, wenn Eltern strikt darauf achten keine Fotos ihrer Kinder im Netz zu haben. Aber das ist ja deren gutes Recht als Eltern. Sehr fragwürdig finde ich dagegen wenn Leute absichtlich Bilder (oder sprechen wir hier sogar von ganzen Bilderserien?) gezielt auf Seiten mit "netten Kommentaren" hochladen.
Eine ganz andere Frage (wahrscheinlich die, die du meinst) ist, ob man sich diese Bilder und Seiten angucken sollte. Strafrechtlich mag das okay sein. Wenn man sich selbst dabei aber nicht gut fühlt, oder das Gefühl hat, man verhalte sich unmoralisch oder es "fixt einen an" für die Suche nach krasseren Medien ‒ Da wäre mein persönlicher Rat davon vorerst die Finger zu lassen und zu warten, sich gegebenenfalls weiter zu informieren und darüber nachzudenken, bis sich das Gefühl der Unsicherheit zu einer Gewissheit wandelt und man für sich klar dafür oder dagegen zu entscheiden schafft, dieses oder jenes legale(!) Medium zu nutzen.
Ist das in etwa das, was du wissen wolltest?

 

Sebastian

am Samstag, 04-02-17 10:42

Hallo Zusammen,

zum Anfang der Therapie war ich schon sehr irritiert, da sich durch die Webseite "Kein Täter werden" und diverse Medienberichte eine Erwartungshaltung ergeben hat und die Erlebnisse dann doch unterschieden haben.
Wir sprechen sehr ausführlich über unsere Kindheit, aktuelle Probleme im sozialen Umfeld - mögliche Zusammenhänge und welche Gefühle eine Rolle gespielt haben. Oft ziehen sich die Themen über mehrere Sitzungen, da war es als Neuling nicht leicht den Faden aufzunehmen. Auch schwer zu verstehen war, dass es Vordergründig erstmal nicht um die Neigung geht.
Bei einer Betrachtung als Großes verdeutlicht sich, dass angenommene Verhaltensweisen / bestimmte Situationen zu negativen Gefühlen, einer Unzufriedenheit und letztendlich zu einer erhöhten Aufnahmebereitschaft von Impulsen führen kann. Durch das in der Vergangenheit (kurzfristige) positive Gefühl nach dem onanieren in der Neigung, wurde das Belohnungszentrum im Gehirn immer mehr konditioniert. Jetzt im Zustand der Unzufriedenheit sucht das Gehirn nach Möglichkeiten um für Entspannung zu sorgen, es greift auf "bewährte" Methoden zurück, wir differenzieren an dieser Stelle auch nicht ob in der Fantasie oder mit Bildern etc. Jegliche Art die Neigung zu bedienen führt zu einer Stimulation des Belohnungszentrums, was diesen Bereich vergrößert und andere glücklich machende Dinge verdrängt.
Um negative Gefühle abzubauen trainieren wir daher alternative Möglichkeiten um die eingefahrene Spur zu verlassen. Es wird nicht davon ausgegangen, dass die Neigung komplett verschwindet, aber die Intensität und Wichtigkeit nachläßt.

Ein weiterer wichtiger Punkt, den wir bearbeiten, ist, Situationen die zu negativen Emotionen führen können im Vorfeld zu erkennen und zu vermeiden oder lernen damit umzugehen. Dabei blicken wir häufig in die Kindheit, da sich immer wiederkehrende Verhaltensmuster erkennen lassen.
Einen direkten Auslöser habe ich nicht gefunden. Allerdings sehe ich schon parallelen in der Entwicklung negativer Gefühle, in der Kindheit und der Gegenwart, die heutzutage dazu führen, dass ich empfänglicher für Fantasien mit Kindern werde. Welche Umstände und Gefühle eine Rolle spielen, darauf möchte ich öffentlich nicht näher eingehen.

Mit dem Gedanken, das Präventionsnetzwerk einmal direkt anzuschreiben und wegen der unterschiedlichen Herangehensweisen zu fragen, habe ich schon öfters gespielt. Dabei stellt sich mir die Frage des Nutzens, was erhoffe ich mir davon? Im Großen und Ganzen bin ich mit der Therapie zufrieden, mit Ausnahme weniger, teilweise von mir verursachten, Tiefs abgesehen.

Herzliche Grüße

Sebastian

Kommentar:

NewMan+Max: Hallo Sebastian. Dein Bericht wirft für uns einige drängende Fragen auf. Auch wenn diese Therapie dir hilft (was natürlich toll ist) scheint das, was du berichtest, nicht den Qualitätsstandards des Präventionsnetzwerks zu entsprechen (siehe https://www.kein-taeter-werden.de/story/37/3837.html). Deshalb haben uns an die Netzwerkzentrale in Berlin gewandt, wo man deinen Bericht interessiert aufnahm und sagte, dass dem nachgegangen werde. Für uns persönlich wäre diese Therapieform zB nicht geeignet gewesen. Das Netzwerk ist auf solches Feedback angewiesen für seine Qualitätskontrolle und bittet direkt darum.
Unsere Kritikpunkte/Fragen sind vor allem:
- Nicht-zulassen von Medikation
- die Therapieform (Stichworte Konditionierung, Suchttherapie)
- Vermeidungsverhalten statt konstruktivem Umgang mit Fantasien und Präferenz?
Und Rückfrage an dich: Wie genau meinst du den Begriff "Neigung" in deinem Eintrag? Meinst du ihn synonym mit "sexuelle Präferenz" insgesamt? Oder im Sinne des 3-Achsen-Modells (siehe Was ist Pädophilie > Pädophilie – eine sexuelle Orientierung?)?
Jetzt schreiben wir noch direkt an den Standort Ulm an und werden beobachten, wie es weiter geht.

 

Lennart Gusni

am Freitag, 03-02-17 11:56

lennart.gusni@hotmail.com

@Sebastian
… Medikamente

Hallo!

Also meine Erfahrung mit Medikamenten ist folgende:

Seit ca. 3 Jahren nehme ich abends 50 mg Quietiapin (Seroquel).
Dadurch wird bei mir u.a. die Triebhaftigkeit sehr verringert.
Und dies empfinde ich als sehr erleichternd.
Davor war mein Leidensdruck zeitweise so groß, dass ich mir wünschte, das Triebleben komplett ausschalten zu können.
Allerdings würde damit auch so einiges anderes ausgeschaltet werden, was Emotion etc. betrifft. Und der Preis wäre mir persönlich dann doch zu hoch.

Klar ist es so, dass dadurch trotzdem (tiefenpsychologisch gesehen) „ungestillte Bedürfnisse“ unterdrückt werden.
Aber andererseits, wie in Deinem Text u.a. angesprochen,
wird dadurch auch eine Menge an Raum und Energie eingespart,
um mich dem therapeutischen Prozess öffnen zu können,
also ohne diesen Klotz am Bein.

Bislang fahre ich ganz gut damit, dass die ganzen Bedürfnisse und Begierden (durch die Einnahme einer Substanz) unterdrückt werden, eben als sinnvolle Begleitmaßnahme. Sobald ich merken sollte, dass meine Psyche sich gegen diesen Einfluss wehrt oder dass es sonst irgendwie destruktive Konsequenzen in mir hat, würde ich dies halt mit meinem Arzt durchsprechen.

Generell ist es meiner Meinung nach wichtig, einen Arzt / Therapeuten zu finden, bei dem der rein zwischenmenschliche Kontakt stimmt; dem / der ich also wirklich Vertrauen entgegenbringen kann darin, dass er / sie schon das Richtige
(in meinem Namen) tun wird. Nicht, dass man sich komplett ausliefert; aber schon eben ein gewisses Vertrauen. In meinem Umfeld gibt es z.B. viele Leute, die einfach nach eigenem Gutdünken Medikamente ein- und wieder absetzen, ohne mit der zuständigen Person Rücksprache zu halten. Und bei denen geht dann alles drunter und drüber.

 

Lennart Gusni

am Montag, 30-01-17 20:23

lennart.gusni@hotmail.com

@ Max / Caspar

...Thema: Anonymität

Die Maßnahme mit dem Gastaccount ist so,
wie Max erklärt hat.

Die Empfehlung meiner Ärztin fand ich auch am Anfang etwas übertrieben. Wie gesagt: Ich bin kein Experte in diesem Thema. Andererseits ist mein Eindruck, dass es eben sehr wohl einen Generalverdacht gibt, bei den meisten Menschen.

Wollte euch in meinem Beitrag nicht beunruhigen.
Was darin zum Ausdruck kommt, ist im Grunde eine sehr große Angst meinerseits, und auch Unsicherheit. Ob diese Angst tatsächlich berechtigt ist, weiß ich nicht; aber ich vermute es.
Ich kann es nur vermuten.

LG

 

Daniel F.
aus keime

am Samstag, 28-01-17 14:15

@Sebastian

Das klingt interessant. Weißt du mittlerweile, welche Ursachen bei dir eine Rolle spielten? Ich konnte deinem Text nichts dazu entnehmen.

 

Sebastian

am Samstag, 28-01-17 12:10

Hallo zusammen,

ich bin schon vor einiger Zeit auf diese Seite gestoßen. Viele der hier veröffentlichen Texte und das Gästebuch habe ich bereits mit großem Interesse gelesen. Ich bin froh um die Existenz dieser Informationsquelle für Betroffene, sowie Interessierte, ihr leistet hervorragende Arbeit.
Der aktuelle Betrag zum Thema "(Un)Veränderbarkeit der pädophilen Neigung" hat mich nun bewogen einen Gästebucheintrag zu verfassen.
Es scheint diverse Unterschiede in der Herangehensweise in den Standorten von "Kein Täter werden" zu geben. Meine Erfahrungen beruhen auf der Teilnahme an der Gruppentherapie am Standort Ulm. Hier wurde von Anfang an mit der Arbeitshypothese der sich in der Kindheit entwickelten Neigung gearbeitet. Es wird davon ausgegangen, dass als Kind erlebte Ereignisse und erlernte Verhaltensweisen letztendlich zu der Neigung geführt haben. Wir arbeiten daran herauszufinden welche Auslöser zu einem problematischen Verhalten führen (ungestillte Bedürfnisse, Impulse und negative Gefühlszustände erhöhen die Gefahr). Die gesamte Herangehensweise orientiert sich sehr stark an der Suchttherapie. Wir versuchen eingefahrene Muster zu erkennen und zu durchbrechen.
Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass der Einsatz von Medikamenten nicht vorgesehen ist, da dies die Neigung auslösenden Gefühle unterdrückt.
Zu meinen persönlichen Erfahrungen - Die Parallelen zur Suchttherapie fallen mir nicht immer leicht, da ich die Sexualität als etwas tiefgründigeres, verwurzelteres empfinde als zum Beispiel eine Alkoholabhängigkeit. Wobei sich die Ursachen für die "Stoffbeschaffung" (Alkohol, beziehungsweise Missbrauchsabbildungen) sehr ähneln. Auch stelle ich mir dir Frage ob es nicht manchmal, um sich mit der eigenen Persönlichkeit auseinanderzusetzen, hilfreich währe die mitunter stark beeinträchtigenden pädophilen Gedanken mit Medikamenten zu unterdrücken.
Trotz des Zwiespaltes zwischen den Erwartungen an "Kein Täter werden" (durch die Öffentlichkeitsarbeit) und dem erlebten Konzept, konnte ich bereits für mich durchaus positives aus der Therapie mitnehmen. Es fällt mir leichter mein eigenes Verhalten / Empfinden einzuordnen; zu verstehen, wie ich in bestimmten Situationen reagiere und was ich verändern kann um meine Lage zu verbessern.

Herzliche Grüße

Sebastian

Kommentar:

Max: Hallo Sebastian. Danke für dein Feedback und auch für die Infos über die Therapie in Ulm. Interessant.
Verstehe ich dich richtig, dass dich diese Unterschiede irritieren? Mich schon, da das Netzwerk sich nach außen als recht homogen gibt und einheitliche Standards sowie ein einheitliches Therapiemanual betont. Nichts gegen unterschiedliche Ansätze, aber eine Therapie, die sich so weit vom verhaltenstherapeutischen Ansatz weg bewegt, wie du beschreibst, finde ich schon seltsam. Wie wäre es, wenn du dich mit deinen Infos an die Netzwerkzentrale in Berlin wendest und dort mal nachfragst, wie genau das zusammenpasst? Du könntest unsere Mailadresse CC hinzufügen, wenn du magst.

 

Caspar Ibichei

am Freitag, 27-01-17 17:01

caspar-ibichei@gmx.de

Hallo zusammen,

dass eine Ärztin, die in der Forensik arbeitet (mit Straftätern), einem legal lebenden Menschen zu solchen Vorsichtmassnahmen rät, finde ich schon ein wenig merkwürdig.
Etwas A(r)nonymität ;-) ist auf jeden Fall nötig. Aber eigentlich niemand arbeitet mit seinem realen Namen im Netz. Ob zuviel Vorsicht nicht auch kontaproduktiv sein kann, weiß ich nicht. Da ich schon einmal im Visier der Behörden war, gehe ich einfach davon aus, das mei Rechner / Netzverkehr irgendwann mal überwacht werden könnte. Illegales ist sowieso nicht drauf und sich nach Büchern über Pädophilie oder Missbrauch(sfolgen) zu erkundigen oder sie zu bestellen ist ja nicht illegal. Wenn ich da zuviel Vorsicht an den Tag lege, mache ich mich doch nur verdächtig. Also läuft alles offen und nur normal verschlüsselt. Worauf ich lediglich noch achte ist, dass keine E-Mails auf dem Rechner liegen bleiben. Ich möchte im Falle des Falles ja niemanden in die Suppe reiten.

Kommentar:

Max: Vielleicht weiß sie aus der Forensik ja aber auch GERADE, was für Möglichkeiten es so gibt...

 

Max Weber

am Freitag, 27-01-17 13:54

mailbox@schicksal-und-herausforderung.de

ShadowsProject.net

Ich denke mit einem "Gastaccount" ist die Funktion von Windows gemeint, sich nicht als regulären Benutzer anzumelden sondern als Gast. Ich nehme an da werden dann Surfverhalten etc nicht gespeichert sondern beim abmelden des benutzers gelöscht, aber ich weiß es nicht. Selbst dann kann es immer noch sein, dass einem anderen Nutzer auf demselben Rechner aufgrund der gleichen IP-Adresse zB die Nutzungsdaten zugerechnet werden nach dem Motto "das könnte sie auch interessieren" (was ich am Internet übrigens hasse).
Jeder muss natürlich für sich selbst festlegen, wieviel Zeit und Energie man in die eigene Anonymität investieren will. Eine separate E-Mail-Adresse und entsprechende Accounts bei Online-Plattformen um zum Thema "Pädophilie" online zu schreiben halte ich für das absolute Mindestmaß.

 

Arno Nym
aus Berlin

am Donnerstag, 26-01-17 21:47



@Lennard

Was meinst du/ihr damit, dass man sich nur über einen Gastaccount einloggen soll ??
Auch bei mir zu Hause ?? Wo kein anderer Mensch zugang hatt ??

Ist es jetzt schon eine Straftat, über das Thema Pädophilie zu googeln ??
Das halte ich für etwas übetrieben...

Ich habe mir auch schon Bücher zum Thema Kindesmissbrauch in der Bibliothek ausgeliehen und könnte jeder Buchhändlerin ins Gesicht sagen, dass ich dieses oder jenes zu dem Thema suche. Ob das bei Büchern, die die reine Neigung zum Thema haben, wäre ich auch vorsichtig. Sicher ist sicher


Was ich zb nie tun würde, ist sich zb über fremde Rechner zb bei amazon einzuloggen(ohne Account) und zu diesem Thema was zu suchen. Denn hinterher werden die Dinge angezeigt unter "Was dir noch gefallen könnte" usw wo zu zuletzt gesucht hast

Ich zb habe ein Problem damit, hier meine RICHTIGE E-Mailadresse anzugeben, hierbei würde ich auch einen extra Account anlegen zumal mein voller Name in die Email eingebettet ist. Es können ja doch Leute, die ich kenne hier vorbeischauen(aus neugier)und sehen dann zufällig, dass ihnen die Emailadresse oder so bekannt vorkommt...

Ich möchte euch ein Beispiel von mir geben, was ich NIEMALS wieder tun darf:
Ich hatte ein Bild eines Mädchens auf meinen Handy, was ich mir noch vor dem zur Arbeit gehen angeschaut habe, vergass aber dieses Bild zu schliessen. Das Handy wurde dann schwarz und die Tastensperre war drin.

Ich ahne nichts böses und gab mein Passwort(Ich habe jedesmal ein passwort auf Handy) auf Arbeit ein, um einen anzurufen. Auf einmal plopt das Bild des Mädchens auf und ich bekam einen Riesenschreck. Ich beendete schnell das Bild und schaute, ob jemand auf Arbeit etwas sah.... Nein !
Puh ! Alle waren mit ihren eigenen Handy beschäftigt.

Ich hatte dort ein RIESENGLÜCK, dass dies keiner sah denn wenn doch, würden die Leute mich ab jetzt anders wahrnehmen...
Wenn sie sich dann anders mir gegenüber verhalten würden, wüsste ich, dass ich dieses nicht mehr so schnell vergessen lassen könnte.... Wenn überhaupt..

Es war zwar kein pornographisches Bild(ein google bild ) aber das hätte schon gereicht..

Wenn ich mich dann auch noch unsicher verhalten würde oder ertappt, wäre das Unglück perfekt..
Mein Tip wäre, wenn doch mal sowas passiert, sich VÖLLIG NORMAL zu verhalten, den auch durch MEINE Reaktion(zb dass ich unsicher wäre oder so) würden die Leute denken, dass hier etwas nicht in Ordnung ist und man was zu verbergen hätte.

Klar könnte ich das Bild dann auch nicht rechtfertigen, aber die Chance, dass die Kollegen sich dies merken würden, wäre höher, denke ich

Kommentar:

Max: Oha! Es geht noch böser: Über die Therapie erfuhr ich von jemand, der ein Nacktbild eines Kindes (ob pornografisch oder nicht weiß ich nicht) in einem leeren Briefumschlag aufbewahrt hatte. Unglücklicherweise (oder glücklicherweise?) griff er exakt diesen Umschlag um seine Bewerbung um eine Arbeit in Zusammenhang mit Kinderbetreuung abzuschicken... Den Rest kann man sich denken. Wie die Geschichte ausging ist mir leider nicht bekannt.

 

Lennart Gusni

am Dienstag, 24-01-17 19:42

lennart.gusni@hotmail.com

Hallo, zusammen!

Zum Thema Diskriminierung:
Ich habe zuletzt meiner Ärztin erzählt, dass ich auf diese Seite hier gestoßen bin, etc. Sie arbeitet auch viel im Bereich forensische Gutachten, etc. und hat eben auch Einblick in viele praktische Aspekte zum Thema Seualstrafrecht, etc. Bei unseren Terminen haben wir nie so besonders viel Zeit, weil sie sich hauptsächlich um meine Medikamente kümmert. Aber es war ihr wichtig, mir dringend zu empfehlen, auf mehr Sicherheit und Anonymität im Netz zu achten, gerade wenn ich auf der Suche nach Gleichgesinnten oder Hilfe für betroffene Pädophile bin.

Ihre Empfehlungen:
- nur über einen Gastaccount ins Internet gehen
- TOR-Netzwerk benutzen

Sicher ist sicher...
Und das mache ich seitdem auch.
Ich bin kein Internet-Experte.
Aber gerade, wenn ich diesen Text hinsichtlich "Anti-Diskriminierung" lese, bestärkt es mich darin, echt wachsam und vorsichtig zu sein. Wir scheinen tatsächlich in sehr finsteren Zeiten zu leben...

Um so wichtiger finde ich für mich, dass ich am Ball bleibe - also immer mal wieder etwas über mich zu schreiben, an euch.
Bin regelmäßig in einer Selbsthilfegruppe; und da geht es von der Thematik manchmal auch ans Eingemachte. Aber oft kommt bei mir dann der Punkt, wo ich sagen muss: "Tut mir leid, Leute. Darüber kann ich leider hier nicht sprechen."

--

Ok, und zum Thema "Entwicklung zu Erwachsenensexualität":
Da gehe ich sehr behutsam ran, da ich insgesamt nur auf das kindliche Schema fixiert bin. Zudem habe ich keinerlei Vorstellung von Geschlechtsverkehr an sich. In den letzten zehn Jahren gab es zwei Frauen, mit denen ich Sexualität probiert habe. Aber das ging überhaupt nicht.

Trotzdem finde ich es ebenso gut, dass die Charité in ihrem Denken flexibler wird. Denn jeder Mensch ist schließlich anders gestrickt.

Bis bald!
Euer Lennart

 

Caspar Ibichei

am Montag, 23-01-17 22:23

caspar-ibichei@gmx.de

Ursprünglich hatte ich auch von der Einschätzung der Unabänderlichkeit der Pädophilie profitiert. Als ich zu KTW kam, hatte ich die Klinke vom Notausgang aus diesem Leben schon in der Hand. Was ich zuerst lernte war: Es ist wie es ist und bleibt auch nach der Therapie so (eben die Unabänderlichkeit.) Aber ich lernte auch, dass ich keine Schuld an dem habe wie ich bin sondern nur an dem, was ich daraus mache. Diese Kernsätze gaben mir erst einmal einen Halt, ich fing wieder an, mir Gedanken über Lebensperspektiven zu machen.
Erst viel später begann ich die Unabänderlichkeit anzuzweifeln (lange Geschichte.)
Als ich dein „Selbstbild“ in „Pädo-Erfahrungen“ las, gab das den Ausschlag mir mehr Gedanken darüber zu machen und mich selbst mehr zu beobachten. Ich sah, dass es nicht nur theoretische Zweifel gab sondern es gibt einen Menschen, der diese Erfahrung macht.
Mein Weg ist dabei ein ganz anderer aber ich hoffe, er führt mich zum ähnlichen Ziel.
Deswegen war und bin ich auch sehr an dem weiteren Verlauf bei dir interessiert.
Die Arbeit bei der KTW-Therapie spielt für mich eine wichtige Rolle, ich möchte sie wirklich nicht schlechtreden. Meine Wortwahl, von wegen Fehler zu machen, war sicherlich recht unglücklich. Aber die therapeutisch Arbeit dort ist eben auch nicht alles.
Die Therapie gab mir Halt. Sie gibt mir Werkzeuge mit.
Ob ich diese Werkzeuge nun gut einpacke und für Notfälle bereit halte, ob ich damit die Kanten, an denen ich in diesem Leben anecke, bearbeite oder ob ich mit ihnen und denen die ich woanders gesammelt habe am Kern meines Lebens arbeite, das muss ein jeder nach seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten selber entscheiden.

Wenn die Therapeuten also irgendwann die individuell unterschiedlichen anderen Wege berücksichtigen und fördern könnten, wäre das ein großer Schritt Richtung zufriedenstellendes Leben mit der pädophilen Neigung, für die Leute, die dort Hilfe suchen.
(Meine persönliche, nicht wissenschaftlich belegte Meinung.)

Ich wünsche uns allen auf unseren Wegen ein gutes Vorwärtskommen.

Der Handwerker

Caspar

 

Marco

am Sonntag, 22-01-17 23:37

Hallo Caspar,

ich glaube heute, ausgehend von mir selbst, dass eine nachträgliche Weiterentwicklung zur Erwachsenesexualität nicht ausgeschlossen ist, aber man kann eine solche Entwicklung nicht garantieren und schon gar nicht therapeutisch erzwingen.

Von daher finde ich es schon richtig, dass Therapeuten erstmal nichts versprechen, was sie nicht mit Sicherheit garantieren können. Es wäre aber genauso falsch, jegliche Weiterentwicklung zur Erwachsenensexualität von vornherein kategorisch auszuschließen. Das ist nämlich streng genommen eher Dogmatismus als Wissenschaft. Ich finde es gut, dass man da beim Projekt Dunkelfeld heute zu einer etwas differenzierten Sicht finden will, denn die Wirklichkeit besteht eben aus viel mehr als nur schwarz oder weiß, gerade bei einem so schwierigen Thema wie Pädophilie.

 

Caspar Ibichei

am Sonntag, 22-01-17 22:23

caspar-ibichei@gmx.de

Es war sicherlich einfacher, mit der Unveränderlichkeit zu arbeiten. Für uns (Betroffene) kommen wohl neue Perspektiven dazu (wenn man sie nicht sowieso vermutet hat,) bis sich in der therapeutischen Arbeit an allen Standorten etwas ändert, wird es sicher noch eine Weile dauern.
Aber es zeigt auch, das das Dunkelfeldprojekt lebendig ist. Und es ist grundsätzlich nicht verkehrt auch mal Fehler zu machen. Nur wer NICHTS macht, kann hoffen nichts falsch zu machen.

 

Marco

am Freitag, 20-01-17 17:00

Hallo zusammen,

ich bin positiv überrascht, dass man die Frage nach der möglichen Veränderbarkeit sexueller Präferenzen jetzt auch im Netzwerk "Kein Täter werden" offen diskutiert:

https://www.kein-taeter-werden.de/story/11/4811.html

Hoffnung auf vollständige "Heilung" oder "Umpolung" wird es sicher auch in Zukunft nicht geben, aber ich begrüße es, dass man diese Frage beim KTW nicht mehr ganz so dogmatisch betrachtet wie noch vor einigen Jahren, als Prof. Beier jegliche Veränderbarkeit pädophiler Präferenzen von vornherein immer kategorisch ausgeschlossen hat.

Kommentar:

NewMan: Hallo Marco, freut uns von Dir zu lesen.
Ja, diese Entwicklung ist sehr zu begrüßen. Und wurde von uns fast schon erwartet. Denn, der Meinung, dass da noch was möglich ist, sind wir selbst schon ca. seit 2 Jahren. Aufgrund Deiner Entwicklung und ein oder zwei anderen Fällen, von denen wir erfahren haben.
Nachdem wir uns mit den Veröffendlichungen beschäftigt haben werden wir uns hierzu noch weitergehend äussern.
Dir alles Gute


 

Caspar Ibichei

am Mittwoch, 18-01-17 10:52

caspar-ibichei@gmx.de

Hey Klausi,
ich war es, der das Datum der Herausgabe des Endberichtes ins Spiel gebracht hat. Ich war es, der sich schon Kontaktadressen der Antidiskriminierungsstelle und der am Endbericht beteiligten heraus gesucht hatte.
Natürlich wäre es schön, wenn irgendjemand sagen könnte: Ja, da hat sich was geändert.
Mir ist leider nichts zu Ohren gekommen.
Durch meine „Empörung“ wegen des Endberichtes ist mir wohl der vorhandene Leidensdruck entgangen. Tut mir leid. Könntest du da etwas konkreter werden? Was war es, das dich da jetzt persönlich berührt hatte?

Caspar

 

Arno Nym
aus Berlin

am Dienstag, 17-01-17 19:44

@Max

Hey )

Ich weiss nicht genau, glaube aber es geht schon um den Bereich Missbrauch usw....
Der Dr. ist ja auch Kinderschutzbeauftragter neben seiner anderen Tätigkeit

Ich kann ja dann berichten, wie es so war, wenn ihr möchtet

Grüsse Arno

 

Klausi

am Montag, 16-01-17 22:51

Die Erkentnis, ob sich etwas geändert hat, wäre mir lieber als die des Alters des Textes.

"Leider aktuell alle leistungstechnisch nicht ganz auf der Höhe in der dunklen Jahreszeit. Deswegen stockt es hier ab und an etwas."
Schön gesagt. Keine Entschuldigung hier den Leidensdruck der Wartenden am eigenen fest zu machen.

Kommentar:

Max: Das war gar nicht meine Absicht deinen Leidensdruck oder den von anderen zu "bemessen". Wir tun was wir können genau WEIL uns bewusst ist wieviel Leidensdruck bei den Menschen herrscht, die uns anschreiben. Genau deswegen forcieren wir das Forum. Wir sind auf Hilfe angewiesen um das weiterhin zu schaffen, was wir hier versuchen anzubieten. Und wir würden uns freuen, wenn nicht nur du sondern jeder hier auch aktiv würde und mithilft: mit eigenen Blogs, indem Beiträge geschrieben weren, und/oder im kommenden Forum.

Ich denke es ist an der Zeit mal darauf hinzuweisen wer bzw was wir eigentlich sind: Wir sind keine Truppe hochprofessioneller Menschen, die für ihre Arbeit bezahlt werden oder eine offizielle Einrichtung in irgendeiner Art. Wir sind nicht einmal ein Verein sondern einzig und allein eine Gruppe von genau 2 Leuten, die die Seite betreiben, und einem aktiven Helfer, der uns bei technischen Sachen hilft aber inhaltlich nix an der Seite macht.
Was für eine Gruppe? Keine Körperschaft, kein Verein, kein gar nichts, nur informelle engagierte Leute, die sich aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen genötigt sehen, ihre Fähigkeit, über die Neigung zu sprechen und Erfahrungen auszutauschen, zum Nutzen anderer einzusetzen. Dabei unterstützt uns der Vorstand des Regenbogenwalds insofern, dass er den Server und seinen Namen zur Verfügung stellt sodass unsere Seite überhaupt existieren(!) kann.

NewMan und ich sind Privatpersonen, die einmal genau wie jeder von euch ihr eigenes Leben haben in dem der Arbeitgeber/die eigene Gesundheit/das Jobcenter oder wer auch immer hinter einem steht und Druck macht "Das musst du noch machen. Und das auch. Und den Antrag bis dann und dann ausfüllen, sonst ist dein Leben/dein Einkommen im Arsch."
Sowohl NewMan als auch ich sind zB (neben der allgemeinen Gesundheit, die gern mal spinnt) auch noch depressiv. Wenn du dazu etwas weißt wird dir klar sein, dass dies eine Erkrankung ist, die in Schüben verläuft und die Leistungsfähigkeit MASSIV einschränkt. Und Schübe können ein paar Tage dauern, ein paar Wochen oder ein paar Monate.

Wir sind sehr dankbar, dass wir bisher die Kraft haben, neben(!) all diesem noch die Webseite zu betreiben und hier Menschen zu helfen. Und es frisst sehr an uns, dass wir das nicht so schaffen, wie wir gerne würden. Ja, wir schaffen es derzeit nicht alle Anfragen von Menschen mit Leidensdruck zu bearbeiten ‒ was sich offen gesagt richtig Scheiße anfühlt. Denn diese Leute wenden sich nicht zum Spaß an uns sondern weil sie in ähnlichen Situationen sind wie wir selbst vor Jahren, wo wir dringend Hilfe gebraucht hätten, oder sogar in viel schlimmerer Lage.

Es ist somit leider keine Frage des Leidensdrucks sondern eine der Leistungsfähigkeit. Deswegen konzentrieren wir uns auch auf das Forum um eben 1.) die Beratungslast auf mehr Schultern (besonders der Moderatoren) zu verteilen und 2.) eine von uns persönlich unabhängige Plattform zu schaffen wo gegenseitige Selbsthilfe laufen kann und nicht jede Anfrage bei uns persönlich landet und von uns persönlich abhängt, was die Beantwortung angeht. Ein dritter Grund ist, dass mit mehr Leuten sich natürlich auch die Ideen vermehren und neue Gedanken rein kommen.

 

Arno Nym
aus Berlin

am Montag, 16-01-17 18:44

Wie können wir Kinder schützen? - Der Kinderschutzbund im ukb

Datum / Uhrzeit 12. Februar 2017, 10.30 Uhr - 11.30 Uhr
Ort: Unfallkrankenhaus Berlin, Hörsaal des historischen Kesselhauses

Referent: Dr. med. Simon Kuepper, Oberarzt des Zentrums für Schwerbrandverletzte mit Plastischer Chirurgie, ukb

Also ich werde mir das mal anhören, geht aber leider nur ne Stunde.

Grüsse Arno

Kommentar:

Max: Hallo Arno. Klingt interessant. http://www.ukb.de/veranstaltungen/sonntagsvorlesung Worum wird es da genau gehen? Allgemeiner Kinderschutz? Schutz vor Misshandlung? Schutz vor Brandverletzungen?

 

Caspar Ibichei

am Freitag, 13-01-17 19:23

caspar-ibichei@gmx.de

Uuups,
bevor wir jetzt alle wegen Klausis Nachricht zum Telefonhörer greifen und die Antidiskriminierungsstelle anrufen,
sollten wir berücksichtigen dass dieser Endbericht am 05.07.2012, also vor fast 5 Jahren, herausgegeben wurde.

Caspar

 

Caspar Ibichei

am Freitag, 13-01-17 07:46

caspar-ibichei@gmx.de

Es ist wie der Versuch, Wasser zu schneiden.

"Da die aus dieser Orientierung resultierenden Handlungen als dissexuell, also schädigend für die jeweilige Sexual­partnerin bzw. den jeweiligen Sexualpartner, angesehen werden, wird Pädophilie weiterhin strafrechtlich geahndet."

Nicht die Pädophilie wird geahndet, sondern die eventuell daraus resultierenden Handlungen.

Mehrere tausend Pädophile, die nie etwas getan haben, werden mit Kriminellen in einen Topf geworfen.
Mich würde interessieren, was dieses Projekt D H denn unter Diskriminierung versteht.

Ich habe die Hoffnung auf eine besserer Zukunft dieser Menschen noch nicht aufgegeben.

Caspar

p s Max, Hilfe, Wir brauchen das Forum ;-)

Kommentar:

Max: LOL! Ja ich sehe es. Wir sind dran. Leider aktuell alle leistungstechnisch nicht ganz auf der Höhe in der dunklen Jahreszeit. Deswegen stockt es hier ab und an etwas.

 

Daniel F

am Freitag, 13-01-17 05:51

@Klausi

Zu dem Zitat:
Das nennt sich dann Antidiskriminierung: Man akzeptiert alle sexuellen Identitäten, mit Ausnahme derer, die nicht ins eigene Weltbild passen.
Traurig, so etwas von doch wohl gebildeten Menschen zu lesen.

 

Burkhard

am Donnerstag, 12-01-17 22:54

Hallo
Ja, mich gibts auch noch. Ich schaue regelmäßig ins Gästebuch. Wünsche auch noch allen ein gutes neues Jahr. Bezugnehmend auf Klausi: Der Endbericht der diskriminierungsfreien Hochschule lässt das Wort "ausgeübte" Pädophilie vermissen. Sonst würde jeder, der sich mühevoll gegen seine eigenen Selbstanklagen und Selbstmordgedanken ins Leben gekämpft hat, für vogelfrei erklärt. Geht gar nicht.

 
 
aktualisiert: 24.05.2018