Montag, 22.10.2018
Buchankündigung: Max Weber: Für ein Kinderlachen

Gästebuch

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Numilajinu

am Samstag, 01-04-17 15:41

Hallo liebes SuH-Team und Marco!

Von mir kommt nun auch noch ein verspäteter Glückwunsch zum 10. Jubiläum. Aber das seid ihr ja von mir schon gewöhnt, dass ich Monate brauche, bis ich mich aufraffe, etwas zu schreiben ;-)

Ich möchte hier das öffentlich schreiben, was ich euch schon vor langer Zeit per E-Mail geschrieben habe: Ich bewundere euch! Für mich ist es immer noch rätselhaft, wie ihr so viel Zeit und Energie findet. Ich habe immer wieder ein schlechtes Gewissen, weil ich (so wie viele andere auch) einfach nur Nutznießer eurer Arbeit bin, ohne selbst viel beizutragen. Ihr jedenfalls braucht überhaupt kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn ihr nicht alles schafft, was ihr euch vornehmt (wenn das Forum immer noch nicht fertig ist, wenn immer noch kein Verein gegründet ist, wenn die Internetseite immer noch nicht neu gestaltet wurde und wenn ihr nicht jeden Gästebucheintrag umgehend freischaltet und beantwortet). Was ihr schon geleistet habt und immer noch leistet, ist sagenhaft.
Ich freue mich sehr, dass ihr ganze 5 Helfer für das Forum gefunden habt. Das zeigt, dass es doch noch mehr Menschen gibt, die bereit und in der Lage sind, sich zu engagieren. Vielen Dank auch an diese 5 Menschen! Vielleicht schaffe ich es ja doch, künftig auch ab und zu mal im Forum zu schreiben. Dann leiste ich wenigstens einen kleinen Beitrag.

Viele Grüße von Numilajinu

Kommentar:

Max: Vielen lieben Dank dir für deine lieben Worte und die Glückwunsche! Das Forum sollte nächste oder übernächste Woche starten aber genaues geben wir dann bekannt wenn es genau feststeht.
Tatsächlich haben wir sogar mehr als 5 Helfer gefunden, von denen allerdings aktuell gerade "nur" 4 im Forum aktiv sind (also Helfer, die jetzt speziell beim Forum mithelfen). Die anderen kommen entweder demnächst noch dazu oder sind aus unterschiedlichen Gründen gerade nicht aktiv aber bestimmt bald wieder da.

 

Caspar Ibichei

am Freitag, 31-03-17 00:02

caspar-ibichei@gmx.de

@ Missbraucht

Hallo erst mal.
Dein Schicksal, als Missbrauchsopfer pädophil zu sein, teilen so einige.
Mano zum Beispiel. Auch er stellte sich die Frage nach einem Zusammenhang. Wir hatten gemeinsam versucht einen zu finden, es aber nicht geschafft.
Es kann trotzdem einen geben, da die meisten Missbräuche vor oder während der Pubertät stattfinden und sich in dieser Zeit die Sexualpräferenz erst etabliert. Sie kann also durchaus von dem Missbrauch beeinflusst sein. Aber das sind unbelegte Theorien. Beweise, besonders eine Kausalität, finden sich nicht.
In ein paar Wochen wird wahrscheinlich das Forum von SuH online gehen. Mano ist dabei. vielleicht kannst du dich dann mit ihm über diese Gedanken austauschen.
Du schreibst, dass du nach 34 Jahren deinen Job wegen deiner Neigung verloren hast. Mir ging es ähnlich. Jedoch stand bei mir ein rechtliches Fehlverhalten (ja, eine Straftat) im Hintergrund. Im Nachhinein kann ich die damaligen Reaktionen verstehen. Halbwegs auch, dass sich danach noch eine Anzeige wegen sexuellen Kindesmissbrauchs einstellte. (Grundlos, das Verfahren wurde eingestellt.)
Ich weiß nicht, wie das Outing bei dir gelaufen ist. War es freiwillig oder waren andere dafür verantwortlich. Meine Erfahrungen zeigen, dass dies einen gewaltigen Unterschied macht.
Die Öffentlichkeit kennt unter dem Begriff Pädophilie fast nur den Kindesmissbrauch. Daher kommen auch diese überängstlichen, ablehnenden Reaktionen.
Es wird lange dauern, bis sich das geändert hat. Und dazu gehört - Hanna Frey hatte mit dieser Forderung (auch bei mir) einen Sturm der Entrüstung ausgelöst - auch, dass Leute wie wir an die Öffentlichkeit gehen und sagen: Es gibt nicht nur den Missbrauch hinter diesem Begriff „Pädophilie.“

Auch @ Fetzer
Das meinte ich auch mit dem „laut“ werden. Nicht auf die Straße gehen und brüllen. Aber sich zeigen! Ich weiß, dass Medienunternehmen es nicht einfach haben, wenn sie Protagonisten für ihre Beiträge suchen. Die Angst erkannt und geoutet zu werden, ist bei den meisten von uns viel zu groß.
Wenn sich aber niemand traut etwas zu sagen (und sei es in so kleinen Beiträgen) wie soll dann die Öffentlichkeit erfahren, dass Pädophilie eben NICHT gleich Kindesmissbrauch bedeutet. WIR müssen die Medien darauf hinweisen, dass ihre Zeitungsartikel Unschuldige zum Täter machen.
Und diese Arbeit kann durchaus auch mithelfen nicht nur das eigene Leid zu mindern, auch das von anderen.
Ok, ich spreche nur für mich.
Aber durch meine Arbeit, mit meiner Neigung und meiner Erfahrung, kann ich versuchen anderen zu helfen. Also damit etwas Positives zu schaffen.
Dies gibt meinem Leben Sinn. Etwas, was ich vorher nicht mehr gesehen hatte.
Und mit diesem Sinn ließ auch das Leid nach.

Gruß Caspar

 

Missbraucht

am Donnerstag, 30-03-17 05:42

Das ist ja alles sehr schön was sie hier schreiben. Ein sexuelles Bedürfnis muß auch befriedigt werden, so wie Hunger durch Essen befriedigt wird. Ich als Opfer sexuellen Missbrauchs in der Familie und als Pädophiler, stelle mir eher die Frage gibt es eine Kausalität vom Missbrauchten zum Täter.
Ich habe in den letzten 35 Jahren viel gelernt. Als junger Mensch war ich nicht in der Lage irgendetwas negatives für ein Opfer zu sehen. Heute hilft mir meine eigene Erfahrung, nicht straffällig zu werden. Heute würden mir Kinder leid tun und ich habe eine große Empathie sexuell Mißbrauchten Kindern gegenüber.
Nur wenn man seine Arbeit nach 34 Jahren verliert weil man Pädophil ist, wenn einem Sachen unterstellt werden die man sich nicht einmal zu träumen gewagt hätte, ändert das alles. Da stellt sich mir die Frage: Warum leide ich?

Kommentar:

Max: Oha, mein Beileid zum Jobverlust durch (wenn ich dich recht verstehe) Outing.
Meines Wissens ist es so, dass es zwar unter Pädophilen auffällig viele Überlebende sexuellen Missbrauchs gibt, aber dagegen unter denen, die missbraucht wurden, nur sehr sehr wenig Pädophile. Ein kausaler Zusammenhang im Sinne von "Missbrauch macht zum Täter" kann also ausgeschlossen werden. Dennoch liegen natürlich weiterhin die genauen Zusammenhänge der Entwicklung einer pädophilen Neigung im Dunkeln und sind Gegenstand aktueller Forschung.
Allerdings hinkt dein anfänglicher Vergleich: Wenn ein Mensch nichts isst, stirbt er. Aber Mangel an Sexueller Befriedigung macht für manchen vielleicht das Leben miserabel doch es bringt ihn nicht um.

 

Fetzer

am Mittwoch, 29-03-17 20:21

@Max,
Wahrscheinlich meinte ich beides. Transportiert gewissermaßen Wertschätzung, weil die Veröffentlichung von Beiträgen sich Zeitweise um Tage hinzieht und somit Schreibende sich gewissenhafter überlegen was sie schreiben (ich verwerfe auch seit Tagen das was ich hier fürs GB geschrieben hatte).
Scheinbar werden aber auch gewisse Meinungen hier nicht veröffentlicht.

Die Streitigkeit über Pädophilie ruht aber auf dem allseits vertretenden gleichen Level.
Das sich kein konstruktives Zentrum im Sinne von Pädophilie bilden lassen will, ist wahrscheinlich eine Wahrheit.

@Caspar,
ich hatte den Sendungsabschnitt später im Internet angesehen und fand nichts Besonderes daran. Ganz im Gegenteil. Das vollkommend negative Lebensbild von damit etikettierten Menschen wird Bildszenisch und effektiv an erster Stelle gesetzt, weil konsumierende Empfänger nicht in der Lage sind, trockene Objektive Informationen verarbeiten zu können.

Ein paar Gedanken an
Hanna Frey,
ich hege keine einwende an Menschen, welche traumatische Erlebnisse relativ gut verarbeitet haben.
Solche negativen Erfahrungen brandmarken ja ein ganzes Leben lang und können nur durch Taktiken umgelegt werden.

Mittlerweile gibt es vermehrt Forschungsinteresse über Kriegs- und Nachkriegsgenerationen, in Verbindung mit den traumatischen Kriegserfahrungen, welche von Generationen zu Generationen weiter getragen wurden und heute durchaus noch werden. Mir selbst war es noch nie wirklich so bewusst, dass ich ebenso aus diesen Generationen bin.

Da ich auch einige verkorkste Erinnerungen so mit mir rumschleppe, war es schon seit Jahrzehnte von mir immer ein innerliches Anliegen vertraute Personen dazu zu bewegen über das zu reden worüber sie sonst in ihrem Leben schweigen. Diesen Menschen, auch älteren Alters wie ich, war es immer wichtig ihre negativen Erfahrungen auf sich beruhen zu lassen. Sie hatten für sich selbst den Weg des Stummseins damit eingeschlagen. Und dies musste ich fordernd respektieren. Dieser auferlegte Respekt wird zu einem schwierigen Unterfangen in allen Auseinandersetzungen mit Sexualtät aber hat für mich ein hohes Ansehen.

Viele und beste Grüße
Fetzer

Anbei:
Zurzeit lese ich überbrachtes aus der Zeit zwischen 1919 und 1945. Und die Ansichten von Sophinette Becker.

Eine Bitte an Schicksal und Herausforderung. In meinem letzten Schreiben hier ins Gästebuch, muss einer meiner Fehler zwingend korrigiert werden. Und zwar der Name unter dem Zitat. Dieses Zitat stammt richtig von Hans Küng. Da hatte mir die Wordkorrektur ein Schnäppchen gespielt. Vorab schon mal Danke!

Kommentar:

Max: Nein in letzter Zrit war das einzige, was wir nicht freigeschaltet haben Werbung. Zumeist auf Russisch. Also was du hier liest ist alles, was geschrieben wurde.
Was du über das Schweigen unserer Vorgängergenerationen schreibst kann ich glaube ich gut nachempfinden. Ich habe für mich einen Weg großer Offenheit gewählt und es fällt mir ab und an schwer zu respektieren (und erst recht zu verstehen), dass andere, insbesondere meine Elterngeneration, für sich oft das Schweigen gewählt haben.

 

Daniel F

am Dienstag, 28-03-17 20:02

@Hanna

Danke, dass du so unvoreingenommen an die Sache herangehst.
Damit bist du ein Lichtblick in einer Welt, in der wir uns verstecken müssen wie Homosexuelle in Saudi Arabien, weil wir als "komisch" oder "pervers" abgestempelt werden.

 

Hanna Frey
aus Wuppertal

am Samstag, 25-03-17 18:28

kontakt@hanna-frey.de

http://www.hanna-frey.de/

Hallo Zusammen, mehrfach kamen jetzt Fragen, warum ich mich als ehemaliges Opfer von Missbrauch, mit euch auseinander setze. Ich verstehe die Frage und ich verstehe sie nicht :) Mit "euch".... impliziert, dass ihr irgendwie komisch seid oder so was. Seid ihr aber nicht :) Ihr seid Menschen wie du und ich und allen die mich das in der Form fragen, möchte ich sagen: Grenzt euch selber nicht aus.... es reicht, dass es andere tun! Nein, ich habe nicht Kontakt aufgenommen um meine Geschichte zu verarbeiten. Die habe ich lange verarbeitet. Mein Ziel war und ist es immer : Ich möchte aus meiner Geschichte, aus der ich gelernt habe, das Bestmögliche machen und mich für die Kinder einsetzen. Wegen dem Missbrauch, den ich erlebte, kam ich also zwangsläufig zum Thema Pädophilie.... obwohl mein Bruder eben nicht pädophil ist. Ich bin kein Träumer und ich weiß, dass ich die Welt nicht verändern kann. Aber jeder kann das tun, was in seiner Macht steht und so nutze ich eben meine kleine Chance und versuche etwas Gutes zu tun. Allerdings eben auf meine ganz eigene Weise und nicht so, wie andere es tun. Ich glaube nicht, dass man Kinder schützen kann, in dem man alle pädophilen zum Täter abstempelt. Im Gegenteil denke ich, dass es so wichtig ist, das Thema öffentlicher zu machen, damit eben andere sich auch zum Arzt wagen usw. Das ist mein Grund und daher bin ich hier. Ich schreibe inzwischen an meinem Buch und die Männer, die ich dadurch persönlich mehr kennen lernte... die sind sehr sehr nett. Ich beurteile Menschen nicht nach ihren Neigungen oder ihrem Aussehen oder sonst was. Genau das, möchte ich eben nicht! Wenn ich also eine Veränderung erreichen möchte, dann kann ich das nur mit euch gemeinsam bzw im Umgang mit euch. Ich habe halt den Vorteil, dass mir niemand sagen kann: " Du hast ja keine Ahnung, oder du verharmlost Dinge und verhöhnst Opfer!" Nein.. ich war ja selber Opfer. Diese Tatsache ist furchtbar, aber ich versuche aus allem immer etwas Positives zu gewinnen.... und so kann ich halt dieses Buch schreiben. Ich hoffe ich konnte die Frage an mich nun beantworten und mache es bewusst hier, weil ich denke, dass sich andere diese Frage auch stellen. Ihr seid (und das verstehe ich) sehr skeptisch, so mein Eindruck... weil ihr vermutlich selten Menschen trefft, die euch nichts Böses wollen. Aber ich bin da ein "offenes Buch" und nehme auch die Kritik, die ich durchaus bekomme, weil ich mich eben mit pädophilen Menschen auseinander setze, in Kauf und ich nehme sie ernst. Nur aufhalten... dass kann diese Kritik mich nicht. Dazu bin ich viel zu sicher in dem was ich tue. :) Euch ein schönes Wochenende. Gruß Hanna

 

Caspar Ibichei

am Donnerstag, 23-03-17 10:05

caspar-ibichei@gmx.de

Hallo Fetzer,
du hast vollkommen Recht damit, dass unsere Thematik im großen Weltgeschehen nahezu untergeht. Wir Betroffene sind eh eine relativ unscheinbare Gruppe.
Umso wichtiger finde ich auch kleine „Auftritte“ in der Öffentlichkeit wie z.B. kommenden Montag im ZDF. Doch wer ist schon bereit dazu laut zu werden?
Hier sind wir in einer „sicheren“ Umgebung aber um beachtet zu werden müssen wir auch bereit sein, uns einer Öffentlichkeit (vorerst anonym) zu zeigen.

Gruß Caspar

 

Paralyzed Empty

am Donnerstag, 23-03-17 01:13

Guten abend/mittag nacht an die die es lesen . Ich melde mich zurück und wollte Mal aus meinem Leben berichten . Ich habe vor ca einem halben Jahr eine Nachricht verfasst und was in Selbstmitleid und Depressionen versunken, mittlerweile habe ich h ins Leben zurück gefunden und habe eine eigene große Wohnung und bin sehr zufrieden da ich in ein gutes Umfeld eingegliedert worden bin. Ich habe erkannt dass ich pädophil aber nicht gleich ein Kinderschänder bin,/sein muss . Ich erkenne das mein Schicksal eine (ja wie die Seite heißt) eine Herausforderung und Aufgabe ist ,mich dem anzunehmen und aufzunehmen was ich bin und der Herausforderung anzunehmen . Was bedeutet mich meinen trieben zu stellen , analysieren und zu umgehen/kompensieren ich würde mich meinem verlangen niemals hingeben da ich weise was es bedeutet Verantwortung für sich und andere zu übernehmen ergo ich schon immer verstanden habe (seit ich um meine kleine Störung wusste) dass es falsch ist sexuelle Verbindung mit einem Kind einzugehen da ich in diesem Falle meine eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund rücken würde und im Falle eines Falles wahrscheinlich die Absichten des Kindes !! Bewusst/unbewusst (falls bewusst zur eigenen zufriedenheit/Selbstschutz Beziehungsweise selbstachtungs- aufrechchterhaltnis) deute.

Desweiteren lehne ich jegliche sexuelle Handlungen mit Kindern ab und verurteile Kindesmissbrauch zutiefst (ich sehe mich im Verhältnis 25/75 also eher primär auf erwachsene orientiert) dennoch heißt dass nicht dass ich solche taten dulden/akzeptiere /verstehen muss da es falsch und moralisch höchst verwerflich ist einem kleinen Menschen die Seele und sein würde volles ich zu berauben. Ich habe meinen Knacks als einen Fluch gesehen doch bin mir nun einer anderen Sichtweise bewusst geworden das heißt dass ich mich als Teil einer Gruppe sehe die als Randgruppe in der Bevölkerung eingegliedert ist mit denen man nicht viel zu tun haben will, doch ich kann euch meine ünterstüzung anbieten und mein Ohr . Ich werde jetzt öfter in diesem Blog schreiben und ihn verfolgen da ihr meine kleine geheime (pädo Familie ^^ ) seid der ich meinen Kummer kunt tuen kann da ich sonst kaum Ansprechpartner habe , LG :) PS. Habe einiges getrunken und entschuldige mich für Rechtschreibfehler.

Kommentar:

Max: Schön dich wiederzulesen, Paralyzed!

 

Fetzer

am Mittwoch, 22-03-17 22:31

Hallo zusammen,
hier stauen sich viele Mitteilungen zusammen, den ich gerne überlegend folge. Wobei es dann doch wieder sehr schwer ist, einzelnen, dieser Mitteilungen innerlich zu folgen, da sich die Bandbreiten mit diesem Thema mehr und mehr ausweiten.
Leider auf einer -nun mal- gegebenen Ebene von non realer Verständigungsmöglichkeit, sprich: virtueller und Textbasierender Verständigung. Dazu kommt noch diese sehr langzeitige Spanne von dem Reaktionsbedürfnis aller Einzelnen, welche sich hier im Gästebuch SuH mitteilen.
Diese disputable Erscheinungsform damit, gleicht ja dem herkömmlichen Briefeschreiben und transportiert aus meiner Sicht eine bessere Wertschätzung von zwischenmenschlichen Debatten, besonders über die großen sexuellen Erscheinungsformen, die ein zusammenfinden noch als undenkbar entgleiten lassen.
Momentan erlebe ich diese große Auseinandersetzung damit als mediengesellschaftliche unterdrückte Hauptkomponente, wegen den medienpolitisch überdeckenden Themen von Menschen, die vor Gewalt und Herrschaft flüchten; den angst machenden Meldungen von wohlmöglichen Kriegsvariationen; auf stauenden Konflikten, zwischen großen und kleineren Mächten und den andauernden Medienmeldungen menschlicher Versagungen, die sich kein Mensch erklären kann. Dem entgegen ist das größere Aufkommen an Beiträgen hier im Gästebuch ein sonderbarer Effekt.
Anbei zitiere ich gerne und Sinngemäß folgendes:
___
Kein Frieden unter den Nationen
ohne Frieden unter den Religionen.
Kein Frieden unter den Religionen
ohne Dialog zwischen den Religionen.
Kein Dialog zwischen den Religionen
Ohne Grundlagenforschung in den Religionen.
Von Hans Krüger
___
Alles Beste
Fetzer

Kommentar:

Max: Hallo Fetzer. Mir ist gerade deine Fomulierung mit dem Briefwechsel nicht ganz klar: findest du das jetzt gut (Transportiert Wertschätzung) oder schlecht (disputabel=zweifelhaft)?

 

Caspar Ibichei

am Mittwoch, 22-03-17 08:19

caspar-ibichei@gmx.de

Hey Timo,

ich kann nicht mehr umhin, einen Löffel Senf von mir dazuzugeben.
Schon bei deinem ersten Schreiben von deinen Träumen kam mir der Gedanke dazu.
Du hast dich sehr viel mit dem Thema "pädophil oder nicht" beschäftigt, hast Kontakt zu deinem Gefängniskollegen, hast große Angst davor, selbst pädophil zu sein.
Könnte diese sehr intensive Beschäftigung tagsüber nicht dafür verantwortlich sein, dass dich diese Gedanken bis in den Schlaf verfolgen? Ein Teufelskreis, denn die Träume verfolgen dich wiederum tagsüber und versorgen sich selbst dadurch mit Energie, mit Nachschub.
So, wie ich es von dir lese, möchte ich dir empfehlen erst einmal wieder gedanklich zur Ruhe zu kommen. Etwas Distanz zu deinen Gedanken und Ängsten zu finden.
Wenn es für dich im Alleingang zu schwer ist, auch eventuell mit einer psychologischen Abklärung z.B. bei KTW (oder so.)

Namasté (mir fällt im Moment kein besserer Gruß ein :-) )
Caspar

 

Timo1983 PanZER
aus Bei Frankfurt

am Dienstag, 21-03-17 17:11

Vielen herzlichen Dank für die Antworten auf meine Fragen hier.
Nun kann ich schon etwas beruhigter schlafen,denn ich weiß ja dass ich im normal nüchternen Zustand bei vollem Bewusstsein keine Erregungen usw bekomme,wenn ich einen Jungen/Mädchen zu Gesicht bekomme.Meine Neigung ist seit meiner Pubertät auf Frauen fixiert.Dank der hier formulierten Antwort von einem "richtigen echten Pädophilen" kann ich nun gelassener damit umgehen,wenn ich doch weiterhin solche diversen Alpträume mit Kindesmissbrauch von meiniger Person bekommen sollte.....Ich selbst hab bislang nie eine Sexuelle Neigung zu Kindern verspürt und war bei solch einem Thema eher abgeneigt.In mir kamen halt nur Fragen deswegen auf,weil ich genau zu 100% dasselbe erlebte wie mein "Leidensgenosse",der nun wegen Missbrauchs im Gefängnis einsitzt.Ich habe mir schon mal überlegt,mit meiner Bezugstherapeutin in meiner Einrichtung (Soziotherapie für Chronisch Abhängige Alkoholiker/Medikamente/Drogen,mind 1 Jahr...max keine Zeitbegrenzung) im Bezugsgespräch darüber zu reden.Sie weiß von der ganzen Geschichte mit dem Pfarrer,da ich bereits vor 1 Jahr in der Einrichtung lebte und hier alles an die Öffentlichkeit geriet und ich dann auch eine Vernehmung vom Bistum bei mir zuhause hatte.Findet ihr das eine gute Idee,ihr von meinen (in meinen eigenen Augen schon abartig) Alpträumen zu erzählen?Momentan bekomme ich nur 1 Antidepressiva Namens Citrolopram,halb dosiert.Ich hatte heute mal darüber nachgedacht und etwas Sorge,nicht dass ich evtl mit irgendwelchen Medikamenten vollgepumpt werde,nur dass diese Träume verschwinden....Ist solch eine Sorge von mir verständlich?

Kommentar:

NewMan: Hallo Timo
bittesehr und gerne geschehen.

Bezüglich einer Medikation. Ich denke mal, dass die auf Freiwilligkeit beruht. Also wäre Dein Leidensdruck entscheidend. Vorher würde ich aber doch eher versuchen therapeutisch daran zu gehen. Also nicht das Symptom, sondern die Ursache angreifen.

Alles Gute
NewMan

 

Hanna Frey
aus Wuppertal

am Dienstag, 21-03-17 10:29

kontakt@hanna-frey.de

http://www.hanna-frey.de/

@Newman, danke für deinen Kommentar unter Tims Beitrag! Ich erlebte meine eigenen Kinder... sehe und sah wie sie langsam ihren Körper entdecken, aber mit Sexualität wie wir sie als Erwachsene erleben, hat das nicht zu tun. Jede sexuell motivierte Handlung ist nicht nur "für euch" zu unterlassen... (du hast geschrieben für unsereins zu unterlassen) Sie ist grundsätzlich zu unterlassen! Ich komme drauf, weil ich nen Biolehrer hatte, der meinte, Kinder müssten sich Sexualität von ihren Eltern abschauen dürfen und könnten ja auch ruhig mal dabei sein oder aber erleben wie der Penis ihres Vaters "funktioniert" Da möchte ich brechen, bei dem Gedanken! KEIN KIND möchte das! Ich lernte Eltern kennen, die das ebenso frei sahen... und ihre Tochter sitzt heute mit 17 in der Psychiatrie und hat einen völlig verkorksten Umgang mit Sexualität. Ich bin überhaupt nicht verkrampft und habe die Fragen meiner Kinder immer sehr ehrlich aber kindgerecht beantwortet. Dabei aber, habe ich immer eine große Intimität bewahrt, die es ihnen erlaubte sich nicht schämen zu müssen und mir erlaubte, meine Sexualität nicht vor ihnen ausbreiten zu müssen. Das wollte ich gerne noch ergänzen. :) LG, Hanna

Kommentar:

NewMan: Hallo Hanna,
mir ging es beim Schreiben darum, dass es für die sexuell Aufklärung der Kinder bessere "Sexualaufklärer" als uns gibt. Kämen zum Beispiel von meiner Nichte derartige Fragen an mich, wäre ich beim Beantworten sehr vorsichtig und würde im Zweifel an die Eltern verweisen.

Natürlich hast Du Recht damit, dass sexuell motiviertes Handeln von den Eltern genau so zu unterlassen ist.

Alles Gute
NewMan

 

Hanna Frey
aus Wuppertal

am Dienstag, 21-03-17 10:02

kontakt@hanna-frey.de

http://www.hanna-frey.de/

Hallo Timo, ich lese deine Zeilen hier und möchte gerne darauf antworten. Ich selber bin auch missbraucht worden, jedoch hatte ich niemals Angst selber zum Täter zu werden. Nicht jeder der missbraucht wurde, wird zum Täter. Nicht jeder der pädophil ist, wird zum Täter. Nicht jeder der missbraucht, ist pädophil usw. Interessant aber ist es, dass ich als Opfer, ebenso wie die Stigmatisierungen pädophiler Menschen, auch eine gewisse Stigmatisierung erlebe. Pädophilie ist ja nicht ansteckend, aber offenbar glauben einige das. :) Es ist also nicht so, dass man mit einem pädophilen "in Kontakt kommt"... und zack, ist man selber so. :) Dennoch glauben das einige... und das finde ich schlichtweg ein Witz! Ich behaupte einfach mal ganz dreist, ( ohne wissenschaftliche Belege), dass die, die einst missbraucht wurden und dann selber missbrauchen, nicht pädophil geworden sind, sondern ihre Wut und ihr Trauma nicht bewältigt haben und diese dann an Kindern auslassen. So jedenfalls könnte ich mir das gut vorstellen. ( Mag aber auch totaler Unsinn sein) ;) Nur weil ich missbraucht wurde, stehe ich nicht auf Kinder und habe auch solche Träume wie du sie beschreibst, noch nie gehabt. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass jemand pädophil "wird". Entweder man ist es, oder aber man ist es nicht. (Könntet ihr das bestätigen?) Der eine entdeckt seine Neigung früher, der andere vielleicht später. Das hat aber auch etwas mit verdrängen zu tun.... glaube ich. Denn man weiß eigentlich schon sehr früh, wo es einen sexuell hinzieht, möchte ich behaupten. Man weiß es aber vielleicht nicht einzuordnen, möchte es nicht zulassen usw. Also, deine Angst, dass du eventuell auch ein Kind missbrauchst, weil du missbraucht wurdest, ist solange unbegründet, so lange du ehrlich zu dir selber bist und dich fragst, ob du dich wirklich von Kindern nicht sexuell angezogen fühlst. Aber wenn du immer wieder solche Träume hast, würde ich dir tatsächlich empfehlen, diese mit einem Therapeuten zu besprechen. Gruß Hanna

Kommentar:

Max: "Könntet ihr das bestätigen?" - Ach Hanna, wenn wir das genau wüssten wäre es wohl Zeit für einen Medizin-Nobelpreis oder so. Es gibt einen großen wissenschaftlichen Streit darum. Seit vielen Jahrzehnten. Und das nicht ohne Grund: denn zu jeder gutbegruündeten Theorie, ob in Richtung "erworbene neigung" oder in Richtung "genetisch und angeboren" gibt es persönliche geschichten die genau die beschriebenen Mechanismen bestätigen sowie andere, wo nichts zutrifft und trotzdem eine Pädophilie vorliegt. Deswegen steht ja bei KTW immer diese schwammige Formulierung "bio-psycho-sozial" im Raum, die aber genau wieder gibt was wir wissen (Vererbung, soziale Einflüsse und psychologische innere Prozesse spielen mit) und was wir nicht wissen (wie diese Dinge zusammenwirken um eine Pädophilie zu "verursachen").
Ich denke übrigens auch, dass eine Abklärung nicht schaden kann, auch wenn es sicher genug andere Gründe gibt, wie es nach einem Missbrauch in der eigenen Lebensgeschichte zu gewissen Träumen kommen kann.

 

Daniel F.

am Dienstag, 21-03-17 09:28

@Tim

Folgendes ist meine Sicht als Pädophiler auf diese Diskussion.

Sorry, aber deine Posts zeigen mir beängstigende Parallelen zu den Pro-Kindersex-Aktivisten um diese komische Krumme13-Truppe.

Auch wenn du von der Ausführung absiehst, erschrecken mich deine Aussagen, denn es lässt sich denen entnehmen, dass du nicht davon absehen würdest, solltest du dir sicher sein, es würde dem Kind nicht schaden und ihm würde es auch nicht "eingeredet", es hätte solche Taten doch bitte als Missbrauch zu verstehen.
Wenn du wirklich ernsthaft darüber nachdenkst, dann bist du nicht eminent besser als jeder, der Kindersex per se als unschädlich erachtet.
Wir Pädophile sind in der stetigen Verantwortung, Kinder sexuell in Ruhe zu lassen. Unsere "Triebe" müssen eben ignoriert werden. So ist das eben. Du bist nicht der Einzige, der da drunter vielleicht leidet. Mir geht es genauso scheiße damit. Ich könnte auch jeden Tag heulen, dass ich niemals sexuelle Befriedigung erfahren werde, außer mit normalen, sexuell unmotivierten Kinderfotos.

Nur weil wir pädophil sind, müssen wir nicht alles gutheißen, was du da von dir gibst. Und genauso wenig müssen wir dir nach dem Mund reden, bzw. wie du aus so etwas eine Wissenschaft machen. Die Sache ist nunmal ganz einfach:

1. Es kann keine einvernehmliche Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern geben. Kinder sind nicht in der Lage zu verstehen, was der Erwachsene gerade zur Befriedigung seiner Bedürfnisse egoistisch tut.
Aus diesem Grund haben Kinder auch vor dem Gesetz extreme Restriktionen
Ich habe mal in der Marketingbranche ein Praktikum gemacht, und was mir als Erstes aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass in vielen Strategien Kinder Ziel von Beeinflussung werden. Eben WEIL sie etwaige Pro und Kontra nicht so gut abschätzen können wie ältere Menschen bzw. viel zu stark beeinflussbar sind. Du kannst ein Kind schon beeinflussen, ohne dass du es wirklich bewusst tust.

2. Und was nicht einvernehmlich ist, ist per se Missbrauch bzw. Vergewaltigung, denn nur einvernehmlich kann Sex in Ordnung sein.

Tut mir Leid, aber man kann sich alles kompliziert reden, wo es nicht so ist. Da muss das Kind auch nicht erst laut schreien, bis einem als Mann (oder Frau) mal in den Sinn kommen sollte, dass das vielleicht doch traumatisch für das Kind und eine gewaltige Grenzverletzung war, und nicht nur, weil es ihm eingeredet wird.

Sorry, aber ich als pädophil empfindender Mensch habe Null Verständnis für solche Ansichten.

Kommentar:

Max: Interessante Diskussion. Ich folge mal.
Ach so! Ich bin ja ein Admin, und muss ja zum Freischalten sowieso mitlesen! ;)

 

Tim

am Sonntag, 19-03-17 22:46

Hallo S aus R,

am 17.03.2017 fragtest du: "Mich würde aber sehr interessieren, warum es in den 12 Jahren für dich möglich war erwachsene Frauen anziehend zu finden, nachdem du die Pädophilie für dich erkannt hattest. Pädophilie schließt für mich auch immer die Begriffe Kindlichkeit, Jugendlichkeit, Kindchenschema usw mit ein. Wiesen die Frauen mit denen du geschlafen hattest solche Kriterien mit ein, wenn du dich so zurückerinnerst?"

So, wie ich es erlebe, ist sexuelle Präferenz nichts kategorial Ausschließendes, sondern etwas Graduelles oder Lebenslagenabhängiges. Man findet eine bestimmte "Kategorie" Mensch SEHR anziehend, andere mäßig und wieder andere kaum oder nur in bestimmten Lebenssituationen. Stimmt es nicht, dass relativ viele Hetero-Männer, wenn sie lange Zeit nur unter anderen Männern (ohne Frauen) leben, plötzlich fähig sind, mit einem anderen Mann Sex zu haben? Huch?!

Ich war nie 100 %-ig pädophil und habe auch so meine Zweifel, ob irgendein Mensch auf der Welt wirklich IN JEDER LEBENSLAGE AUSSCHLIESSLICH mit Menschen seiner Präferenzkategorie zu Sexualität in der Lage ist. Wie ich schon schrieb, nutzte ich auch mit 18, 19 Jahren schon Erwachsenen-Pornografie. Die dort abgebildeten Frauen waren sogar älter als ich, aber allein schon die gezeigten HANDLUNGEN erregten mich.

Dass ich mich selbst als Pädo definierte, lag mit Sicherheit auch an meiner Selbstunsicherheit, die es mir komplett illusorisch erscheinen ließ, eine Beziehung zu einer Gleichaltrigen zustande zu bringen. Kindern gegenüber fühlte ich mich viel, viel selbstsicherer und kam leicht mit ihnen in Kontakt. Deshalb war es AUCH ein bequemer "Schachzug" für mich, mich als Pädo zu definieren. So musste ich mich nicht meinen Ängsten vor Frauen stellen!!! (Dennoch habe ich auch in Wirklichkeit große pädophile Anteile, das habe ich ja schon ausführlich dargelegt.)

Und du vermutest total richtig, dass ich, auch heute noch, bei erwachsenen Frauen vom Aussehen her meistens auf solche stehe, die was Kindliches an sich haben. Bei meinen beiden...ich sage mal: Affären (bitte nicht als Fremdgehen missverstehen) waren es eigentlich "nur" die Gesichter, die was Junges und Kindliches hatten. Aber eigentlich mag ich auch das frauentypische breite Becken & Po nicht, das törnt mich eher ab. Das hatten beide meiner Kurzbeziehungen, aber es "ging" trotzdem. Rein vom Po her sind eigentlich Männer, wenn ich mir das unvoreingenommen angucke, sexier! :-)

Habe ich damit deine Frage beantwortet, oder wolltest du noch auf etwas anderes hinaus?

Kommentar:

Max: Mal ein wenig Senf von mir dazu, weil das hier schon ein paarmal anklang: Eine sexuelle Präferenz ist in der Tat meist etwas recht schwammigee und etwas wo viele verschiedene Emotionen mitspielen. Der Wunsch nach körperlicher Nähe, nach "Normalität", nach sexueller Lust, nach eigenen Kindern etc. können jeweils für sich genommen auch Argument genug sein, sich auf Sex einzulassen mit einem Partner, der gar nicht der eigenen Präferenz entspricht. Das hat genau wie sexuelle Missbrauchstaten nicht notwendigerweise etwas mit auch-auf-Männer/Erwachsene/Kinder-stehen zu tun. ;)

 

Timo1983 bucht
aus Bei Frankfurt

am Sonntag, 19-03-17 22:28

------Nachtrag zu meinem vorherigen Eintrag--------
Was mir zu meinem Unterbewusstsein ganz große Sorgen macht sind meine Träume in der Nacht.......Ich träume (selten,aber doch in gewissen unregelmäßigen Abständen) dass ich plötzlich in irgend einem Häuschen bin und ein Kind missbrauche.Mal ist es irgend ein Junge,mal ein Mädchen im Alter von ca 8 Jahren......Ich wache auf und habe sofort den für mich im nüchteren Zustand perversen Traum von mir vor Augen.Ich denke sofort und fange sofort an zu fluchen ua.:Solch eine Gottverd&&%% Schei(/% schon wieder...Alter,was geht denn wieder ab mit Dir?Hör auf so eine Sche((&& zu träumen!!!Was soll denn das schon wieder????"..........Den gesamten Tag hab ich dann keine Ruhe mehr und bin etwas genervt bzw schlecht gelaunt und Reizbar.Mit Therapeuten oder Mitbewohnern habe ich hierüber noch nieee geredet.Zum Glück aber kann ich von mir sagen,dass ich in einem Trockenen und Abstinenten Rahmen lebe.Alleine in einer Wohnung wäre ich schon Rückfällig geworden,was den Alkohol angeht.......Was haben diese Träume auf sich?Steckt da evtl etwas in mir,was ich bewusst noch nicht so erkannt habe?Es sind ja keine Fantasien am Tage bei vollem und nüchteren Bewusstsein...Es sind Träume/Alpträume......Sind das evtl Vorzeichen von einer doch vorhandenen Pädophilie???Diese Frage habe ich mir in letzter Zeit sehr oft gestellt.Warum Träume ich diesen verfluchten Mist überhaupt??Ich will das doch gar nicht!!Vorallem will ich soetwas niemals Real ausführen.Mein Geschmack bei nüchterem Bewusstsein liegt doch bei Frauen.Warum Träume ich dan nicht irgend einen Quatsch mit dieser Sorte Mensch?Warum sind es plötzlich ausgerechnet Kinder?Hat das etwas mit meiner Missbrauchserfahrung zu tun oder woran könnte es sonst noch liegen?Es wäre echt schön,wenn mir jemand diese Fragen beantworten könnte.Lg Timo1983

Kommentar:

NewMan: Hallo Timo1983
Wenn das Ganze Dich allerdings weiterhin derart belastet, kannst Du natürlich auch Kontakt mit dem PPD-Standort in Deiner Nähe aufnehmen und Dich diesbezüglich untersuchen lassen. Diese Untersuchungen dienen ja nicht nur der Feststellung einer Pädophilie, sondern auch, wo möglich, einem Ausschluss dieser Diagnose.

Alles Weitere dann gerne im Forum
oder per Mail

Dir alles Gute
NewMan

 

Timo1983 daRaus
aus Bei Frankfurt

am Sonntag, 19-03-17 22:05

Ich möchte mal ein großes Lob an die Macher dieser Seite aussprechen.Hierfür gehört schon eine Menge Portion Mut,dies so zu tun und sich zu outenIch bin selbst kein Pädophil veranlagter Mensch.Ich,(33 Jahre,männlich) bin ein aus Kindesjahren Betroffener von 2 Pädophilen Männern.Momentan lebe ich wegen meiner starken Sucht (Alkohol und leichtere Drogen) in einer Lang-Lang Zeit Therapie für Chronisch Abhängige.In dieser Therapie kam nun alles wieder von damals hoch.Jetzt genau vor 1 Jahr wurde mein Fall öffentlich.Ein Pfarrer aus meiner Vergangenheit wurde des Sexuellen Missbrauchs in mehreren Fällen beschuldigt.Darunter auch meine Anzeige von vor über 10 Jahren,die nur aufgrund von Verjährung gegen diesen Pfarrer eingestellt wurde.Daraufhin meldete sich ein weiterer Betroffener von diesem Pfarrer.Dieser Betroffene ist genau so alt wie ich,sitzt aber im Gefängnis eine 7 Jährige Haftstrafe wegen sexuellem Missbrauchs in über 605 Fällen an seinen Stiefsöhnen ab.Dieser Betroffene trat über unsere gemeinsame Anwältin (Fachgebiet Sexualstrafrecht/Stalking/Häusliche Gewalt) mit mir in Kontakt über den Postweg......Nun sind die ganze Zeit in mir Fragen aufgekommen,die ich mir selbst leider nicht beantworten kann und auch niemanden kenne (Pädophil veranlagt),der mir dies evtl beantworten könnte.....Darum schreibe ich jetzt mal hier so ein paar Gedanken von mir,in der Hoffnung an jemanden zu geraten der sich hier auskennt und evtl mir meine Fragen beantworten könnte..........Warum wurde ich nicht Pädophil?Warum wurde dieser Herr so wie sein und mein Täter?Ich habe das selbe erlebt wie der andere Betroffene.Warum wurde er dann zu einem Pädophilen Täter und ich stehe auf braunhaarige Frauen und habe keine Vergewaltigungs/Missbrauchs Fantasien?In meiner jetzigen Therapie wurde von den Therapeuten festgestellt,dass ich so gewisse "Macken" habe,die auf ein Trauma hindeuten bzw Anzeichen/Folgen von einem schweren Trauma sind.I Austausch mit dem Betroffenen Gefangenen schrieb dieser mir auch so seine "Macken".Diese "Macken" stimmen bei ihm sowie bei mir zu 100% überein.Ich dusche gerne heiss und lange,bekomme desöfteren übelste Kratzattacken ohne erkennbare hauterkrankungen.Ich suche gerne diverse "Kicks" wie zb Achterbahn fahren.Genau dasselbe an Symptomen hat auch der Betroffene Gefangene.Wir wurden im selben Alter (Zeitgleich) von dem Pfarrer missbraucht.Der Betroffene Gefangene wurde dann im frühen Erwachsenen Alter selbst zum Täter,ich aber nicht.......Warum??Ich habe da schon irgendwie eine gewisse Sorge,dass doch etwas in meinem tiefsten Unterbewusstsein schlummert und evtl doch noch eines Tages zum Vorschein kommt und mich dann genauso werden und handeln lässt wie den Betroffenen Gefangenen....Ist dies so möglich oder ist hierbei meine Sorge unbegründet?Der Betroffene Gefangene hatte eine Frau und mt dieser Frau auch so seine Sexuellen Erlebnisse.Als die Kinder erst so alt waren wie er selbst zu seinem damaligen Tatzeitpunkt vom Pfarrer ist er übergriffig geworden.Er meinte in Briefen zu mir,er wisse nicht so recht, in welche Richtung er Sexuell veranlagt sei....Aber er hat doch Kinder missbraucht.......Ich frage mich da schon,ist er auf Frauen und auf Kinder "Geil" oder wie kann ich mir diese Frage am besten beantworten.Ich stehe ("bin Geil") auf Frauen.Daher habe ich diese Sorge,dass evtl doch noch eines Tage in irgend einer Situation/Moment solch ein Teufelchen bei mir auf der Schulter sitzt und mir sagt: "Greif zu!Fang an!!Missbrauche jetzt!!Nicht so schlimm!Sieht und hört keiner!!Mach jetzt endlich hinne hier!!"Seit ich in der Pubertät war,hatte ich nie Gedanken an Kinder (Sex mit Kindern usw). Kann dies doch noch im Laufe meines Lebens evtl auftrreten?Der Gefangene Betroffene hat mir in seinem Brief an mich geschrieben,dass es ihn plötzlich und unvermittelt überkam in der jeweilligen Situation.Könnte solch etwas auch mir als jetzt nicht Pädophil veranlagter Mensch auch passieren?Ich versuche stehts solche Gdanken hieran zu vermeiden.Mittlerweile aber gehen mir diese Gedanken höllisch aufen Sack!!!Ich habe mich viel mit dem Thema Missbrauch befasst und lese sehr häufig hierbei,dass es oft vorkommt dass Opfer in ihrem späteren Leben selbst zu Tätern werden/werden können.....Dies führt immer bislang in mir zu einer massiven Abneigung!Ich bin nicht so veranlagt!Ich werde so etwas niemals tun!!....In einem Brief von dem Betroffenen Gefangenen schrieb mir dieser,dass er damals vor seinen Taten auch Abgeneigt war,was das Thema Sexueller Missbrauch an Kindern betrifft.Nun wurde er aber zum Täter,ganz plötzlich und unvermittelt.Es wäre schön,wenn mir der ein oder andere hier meine Fragen beantworten würde bzw könnte.Vielen herzlichen dank schon einmal im Voraus hierfür.Dies wird mir dann bestimmt etwas weiter helfen in meiner Therapie sowie Gedanken momentan.Lg Timo1983

Kommentar:

NewMan: Hallo "Timo1983daRaus"
Wir danken Dir für Dein Vertrauen und Deine Offenheit.

Wir werden in absehbarer Zeit ein Forum an den Start bringen, in dem dann auch Dein Thema wesentlich besser diskutiert werden kann. Diesbezüglich bitten wir noch um ein wenig Geduld.

Desshalb von mir jetzt nur in Kürze -wobei Kürze bei mir immer relativ ist ;-) :

1.) Dass Du in Deinem Alter jetzt noch eine pädophile Veranlagung an Dir entdeckst, wäre sehr unwahrscheinlich, wenn auch nicht zu 100% ausgeschlossen.

2.) Es muss nicht sein, dass der Gefängnisinsasse pädophil ist. Zumal er ja wohl in einer Beziehung mit einer Frau gelebt hat. Es KANN sein, dass er auf Frauen UND Jungs steht, MUSS aber nicht. In dem Fall wäre er an seinen Stiefkindern, vielleicht aufgrund seiner Erlebnisse, zu einem regressiven Ersatzhandlungstäter geworden. Siehe hier:
http://www.schicksal-und-herausforderung.de/missbrauch-und-kinderpornographie/sind-alle-missbrauchstaeter-paedophil/

3.) Jeder Mensch geht mit Traumatisierungen anders um. Der eine richtet seine Aggressionen nach aussen, der andere eher nach innen... Die Art der Ventile ist wahrscheinlich so variabel, wie die Menschen. Nicht jedes MB-Opfer wird pädophil. Und auch nicht jeder Pädophile ist ein Missbrauchsopfer...

4.) Das alles wird Dir in Deiner Situation kaum weiter helfen.
Dafür vielleicht das:
EGAL, wie Du Dich in Zukunft weiter entwickelst. Ob Du so bleibst, wie Du jetzt bist, oder zu einem Pädophilen wirst -oder nicht, oder zu einem POTENZIELLEN Ersatzhandlungstäter-oder nicht. Eines kann ich Dir VERSPRECHEN: Wenn Du keinem Kind etwas antuen WILLST, dann wirst Du es auch nicht tun!!! In jedem Fall wird es Deine bewusste Entscheidung bleiben. Dafür oder dagegen. Ja oder Nein. Tun oder Unterlassen. Es wird Dich nicht "überrennen", nicht "über Dich kommen"...

Genieße Dein Leben und die Möglichkeiten, die Du hast, ohne immer ängstlich in Dich "hineinzuhören". Und sollten derartige Gedanken oder Gefühle auftauchen, dann kannst Du immernoch sinnvoll reagieren. Die Unterstützungsmöglichkeiten für Doppeltbetroffene sind ja mittlerweile wesentlich besser als noch vor einigen Jahren.


In sofern schlaf gut. ;-)
und

Alles Gute
PS. Aber natürlich würden wir uns freuen, wenn Du weiter bei uns lesen oder schreiben würdest. ;-)

NewMan

 

Tim

am Sonntag, 19-03-17 22:00

Hallo S aus R, Daniel F. & alle!

Daniels Tonfall lässt mich befürchten, dass der EINE strittige Satz meines Beitrags vom 17.03.2017 (0:22 Uhr) hier womöglich genauso emotional und unsachlich diskutiert werden wird, wie manche nicht-Pädophilen auf Pädophile reagieren. Trotzdem will ich euch eine Erklärung nicht schuldig bleiben. Ich hoffe, dass ich mich hier nicht gleich unbeliebt mache. Denn eigentlich wollte ich mich demnächst über ganz andere Fragen mit euch austauschen als über diese.

Zunächst mal habe ich nicht gesagt, dass ich eine gewisse Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern GUT heiße, sondern, dass ich nicht VOLLENDS AUSSCHLIESSE, dass es Situationen gibt, in denen solche sexuellen Handlungen UNSCHÄDLICH für das Kind sind. Dabei bedeutet "nicht vollends ausschließe", dass ich mir dessen ausdrücklich nicht sicher bin, sondern dass ich ein Suchender bin! Ich habe keine festgelegte Meinung, sondern ich bin OFFEN dafür, diese Frage weiter SACHLICH zu diskutieren. Weiterhin sagte ich nicht, dass diese Handlungen direkt "GUT" fürs Kind sind, sondern - möglicherweise!!! - "UNSCHÄDLICH". Das ist ein Unterschied.

Schließlich - und vielleicht ist das der Kern eines Missverständnisses - hatte ich bei meiner Äußerung keineswegs DAUERHAFTE sexuelle Beziehungen im Auge, sondern EINZELNE SITUATIONEN, maximal bis hin zu einer vorübergehenden Phase, in denen sexuelle Handlungen vorkommen. Auch habe ich weder geschrieben noch gemeint, dass diese sexuellen Handlungen die Bedürfnisse des Erwachsenen ausreichend befriedigen! Pädosexuelle Bedürfnisse Erwachsener lassen sich m. E. wirklich nicht - unter keinen Umständen! - umfassend befriedigen, ohne das Kind zu schädigen.

UNSCHÄDLICH KANN NUR SEIN, WAS DEN BEDÜRFNISSEN DES KINDES ENTSPRICHT. Nach regelmäßiger gegenseitiger sexueller Befriedigung mit einem anderen Menschen (egal ob Erwachsener oder Kind) haben Kinder vor der Pubertät noch kein Bedürfnis. Ebensowenig haben sie ein Bedürfnis danach, von einem Erwachsenen für dessen sexuelle Erregung benutzt zu werden. Beides ist also schädlich.

Mein Denken ging eher in die Richtung, dass die sexuellen Handlungen, die MANCHE Kinder (ich denke ans Grundschulalter) gelegentlich mit Altersgenoss*innen praktizieren, gleichartig auch zwischen einem Kind und einem Erwachsenen stattfinden könnten, wenn das Kind zu diesem Erwachsenen eine eher freundschaftliche Beziehung spürt. Ich mag nicht ausschließen, dass (durchaus seelisch gesunde!) Kinder auch gegenüber einem eher freundschaftlichen Erwachsenen, zu dem sie großes Vertrauen haben, solche sexuellen Aktivitäten initiieren könnten. Genau, wie sie es bei anderen Kindern manchmal tun.

Und wenn es diesem Erwachsenen dann gelänge, sich auf das kindinitiierte Geschehen SO einzulassen, dass er sich in seinem Verhalten strikt an den Bedürfnissen und Wünschen des KINDES orientiert und nicht an seinen eigenen - wenn er sich also nicht von seiner Erwachsenensexualität, sondern vom Kind leiten lassen könnte - dann fällt mir nichts ein, was daran für das Kind schädlich sein sollte?

Außer, dass das Kind vielleicht später DENKT, es sei missbraucht worden. Weil nach herrschender Meinung ALLES Sexuelle zwischen Kindern und Erwachsenen Missbrauch ist.
Und dazu möchte ich unmissverständlich sagen: Auch das ist Grund genug für uns, solche Handlungen zu unterlassen! Wir sind zwar nicht Schuld an dieser herrschenden Meinung, aber dennoch liegt das Schicksal eines Kindes in einer solchen Situation ganz hauptsächlich in UNSEREN Händen! Es ist UNSERE Verantwortung, Kinder nicht nur nicht zu missbrauchen, sondern auch, nichts zu tun, was sie im Nachhinein als Missbrauch interpretieren könnten! Auch der bloße Glaube, missbraucht worden zu sein, bringt erhebliche Belastungen und Verwirrungen mit sich.

Insofern muss ich meinen Kritikern doch zustimmen: Es gibt keine unschädlichen sexuellen Handlungen zwischen K & E. Vielleicht gibt es, in seltenen Fällen, "PRIMÄR" unschädliche sexuelle Handlungen. In diesen kann der Erwachsene jedoch seine eigenen Bedürfnisse nicht wirklich befriedigen, da sie zum erheblichen Teil nicht kompatibel mit den Bedürfnissen des Kindes sind. Und selbst wenn es dem Erwachsenen gelingt, sich zu kontrollieren, seine Träume extrem zurückzustellen und feinfühlig nur auf das Kind einzugehen - selbst dann besteht ein erhebliches Risiko einer SEKUNDÄREN Schädigung wegen des gesellschaftlich verbreiteten Glaubens, dass auch solche Handlungen in jedem Fall missbräuchlich, schädlich oder gar hochtraumatisch sind.

Soweit meine Überlegungen dazu. Wie auch viele von euch hatte ich, wie gesagt, viel mit Kindern zu tun und weiß, wie unbefangen und neugierig sie gern alles entdecken und erkunden - manchmal auch den eigenen und fremde Körper und wie sich was anfühlt. Primär unschädlich ist es z. B., sie ERKUNDEN ZU LASSEN. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung schreibt in ihrem aktuellen sexualpädagogischen Ratgeber für Eltern von 0- bis 6-jährigen:
"ELTERNFRAGE: Dürfen Kinder in ihrer Neugier die Geschlechtsteile der Eltern berühren?
ANTWORT: . . . Aus Sicht der Kinder ist das vollkommen in Ordnung. Für die Erwachsenen kann eine 'Untersuchung' allerdings heikel werden. Vor allem, wenn Eltern spüren, dass sie sich schämen und es ihnen unangenehm ist. Was tun? Ganz klar: Wenn Ihnen das unangenehm ist, dürfen Sie die Untersuchung verweigern! . . ." (BZgA: Liebevoll begleiten... Körperwahrnehmung und körperliche Neugier kleiner Kinder. Als kostenloser Download oder Broschüre erhältlich unter www.bzga.de)
D. h., wenn es einem nicht unangenehm ist, darf man es auch zulassen.
Etwas ältere Kinder haben andere Fragen und wollen andere Dinge ausprobieren.

Viele Grüße!

Kommentar:

NewMan: Hallo Tim,
danke für Deine Klarstellungen. Bedenke bei Deinen Überlegungen aber eines:
JEDE sexuell motivierte Handlung und JEDES sexuell motivierte "Geschehenlassen" ist eine sexuelle Handlung oder ein sexuell motiviertes "Geschehenlassen". und ist daher für unsereinen zu unterlassen.

Grundsätzlich mag es so sein, dass es auch sexuelle Situationen gibt, die für einige Kinder, aufgrund ihres Entwicklungsstandes unschädlich sind. Da man aber weder in den Kopf des Kindes hineinschauen, noch in seine Zukunft schauen kann, welche Wirkung dieses Erleben auf das Kind haben würde oder hat, bedeutet es zumindest IMMER eine potentielle Gefährdung des Kindes.

Solche Situationen sollten wir daher eben doch den Eltern überlassen.
Ansonsten ist das ein gutes Thema für das Forum ;-)/

Max: Oh ja, wir kämpfen beim Forum gerade noch mit einem ziemlich gemeinen Bug. Ist der beseitigt, kann es umgehend losgehen.

 

Caspar Ibichei

am Samstag, 18-03-17 23:34

caspar-ibichei@gmx.de

Lieber S aus R,
aus deinen Worten spricht eine Resignation, die auch ich kenne.
Die vielen von uns auf ihrem Weg begegnet.
Aber es gibt auch andere Zeiten. Sie mögen für dich noch in der Ferne liegen, trotzdem sind sie da.
30 Jahre lang war ich mir meiner Neigung bewusst, 25 Jahre lang hatte ich mich - so gut es ging - versteckt. Ich habe die Nase davon voll. Ich weiß, ich stehe auf Kinder. Aber ich ersehne mir eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Irgendwie.
Und in der Resignation kommt sie mir nicht entgegengeflogen. Ich muss etwas dafür tun, muss selber aktiv werden um dieses utopische Ziel zu erreichen. (Welche Frau lässt sich auf einen Pädophilen als Partner ein?) Ich weiß es nicht aber ich werde es nur herausfinden, wenn ich es versuche.
Ich habe erkannt, dass ich nicht nur die Pädophilie bin. Andere Menschen hatten (nach einem unfreiwilligen Outing) nur noch den Pädo in mir gesehen. Ich selber zeitweise auch. Aber ich bin mehr, du bist mehr als nur der Pädo. Du bist auch noch das, was vorher den S aus R ausmachte. Diese Anteile hast du immer noch, du kannst sie einsetzen. Kannst sie in ein neu strukturiertes Leben mitnehmen.
Die Nähe eines Kindes ersehne ich mir immer noch, weiß jedoch, dass sie nicht so möglich ist, wie ich sie mir wünsche. Dieser Wunsch wird immer ein Traum bleiben. Aber der Rest von mir lebt auch noch. Es gibt Möglichkeiten, die Wünsche nach Nähe, Kommunikation und weitere zu erfüllen.
Dazu muss ich aber handeln, die anderen, die alten Teile meiner Persönlichkeit aktivieren.
Es kostet Kraft, die auch mir manchmal fehlt. Dann ruhe ich etwas aus und mache weiter.
Und diese Möglichkeiten hast auch du. Vergeude deine Kräfte nicht in der Resignation.
Setz dich, ruh dich aus. Denk an dich, wie du vor dem Bewusst werden deiner Neigung warst. DER S aus R ist noch da. Ich denke, wenn du es schaffst dich anzunehmen wie du bist, mit allen deinen Anteilen, findest du auch einen Weg in eine Zukunft.

Caspar

 

Burkhard

am Samstag, 18-03-17 22:14

Ich bin dankbar für meine Familie. Hätte nie gedacht, einmal eine Familie zu haben. Ich selber fühle mich zu Jungs hingezogen. Ich fühlte mich damit in doppelter Weise stigmatisiert. Hatte ich es noch nicht mal "geschafft", mich zu Mädchen hin zu orientieren. Und dann noch Kinder... also auch erwachsen werden war nicht drin.
Aber immer war der Wunsch nach Familie und Partnerschaft da. Jetzt bin ich seit Jahren verheiratet, manchmal läuft es gut, manchmal reibt man sich in der Ehe. Wie's halt so ist.
Aber ich merke bei den Gesprächen hier, wie gut es mir tut, meine beiden Mädels zu haben. Ich habe nicht vor, Jungs aus ihnen zu machen. Sie sind Mädels und ich hoffe, ich bin ihnen eine Hilfe zum Leben. Aber es tut einfach gut, ihr Lachen zu hören, ihr Spiel zu sehen und bei den (meist noch einfachen) Probleme behilflich sein zu können. Es kommt in den Postings immer wieder die Rede darauf zurück, die eigene Kindheit zu vermissen und nicht genügend erlebt gehabt zu haben und ich spüre vermehrt, wie dankbar ich sein kann, bei meinen Mädels anteilig sein zu dürfen.
Und Kuscheln ist Kuscheln, Küsschen ist Küsschen und in den Arm nehmen ist in den Arm nehmen- mehr nicht. Das tut gut. Das wollt ich mal gesagt haben.

 

Mano

am Samstag, 18-03-17 20:17

Mano@topmail-files.de

Hallo Rahel

Dass du als Frau nicht allein bist mit deinem Problem, das ist eine Tatsache, dass du damit stark in der Unterzahl bist aber auch.
Mit jemandem darüber sprechen zu können sehe ich als „Herzenswunsch“ von jedem Pädophilen an, doch oft geht dieser Wunsch für viele nicht in Erfüllung. Lange dachte ich es sei bei mir auch so, doch ich habe einen Menschen gefunden mit dem ich darüber sprechen kann, einen Menschen der mich versteht aber auch einen Menschen, der nicht immer der gleichen Meinung ist wie ich und gefunden habe ich ihn hier im Gästebuch und der Satz von meiner Tochter, „er ist der beste Freund den du jemals hattest“ spricht für sich und braucht keine weiteren Worte mehr.
Dass ich mit meiner pädophilen Neigung noch immer nicht klar komme, das dürfte auch hier ein offenes Geheimnis sein. Ich wurde nie Übergriffig bei Kindern und werde es wie du auch kaum jemals werden. Dafür schauen wir zu weit nach vorne und das sehe ich als Schritt in die richtige und einzige Richtung.
Dass es im Sommer schwieriger wird „die Augen unter Kontrolle“ zu halten, weil die Kinder dann attraktiver in Erscheinung treten, das kenne ich auch, doch ich glaube dafür solltest du keinen Ekel empfinden, weil so wie du schreibst, dadurch keine Gefahr für die Kinder wirst.
Wohl verstanden, ich habe diesen Persönlichkeitsanteil bei mir noch nicht akzeptiert und bin da vermutlich noch weit davon entfernt, aber ich habe ihn angenommen und lebe mit ihm mal besser und mal schlechter zusammen, aber ich kann mit ihm zusammen leben. Verdrängen habe ich auch versucht, doch dabei läuft man rückwärts und es bringt wirklich nichts.
So hoffe ich für dich, dass du das gleiche Glück hast hier wie ich und der Freund nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Mano

 

S aus R

am Samstag, 18-03-17 19:22

Nachtrag: ich möchte Tim nicht verurteilen...sein Gedanke hat mich nur irritiert. Das man als Pödophiler gewisse Wünsche hat, ist normal denke ich. Auf das haben wir keinen Einfluss. Aber das Denken können wir doch beeinflussen, denke ich ;-)

 

S aus R

am Samstag, 18-03-17 19:13

@ Max,

das stimmt, es gibt wohl viele einsame Menschen, ohne Neigungen bzw Störungen, die vllt auch ein lebenlang nach Erfüllung suchen. Aber bei ihnen gibt es jedenfalls die Hoffnung, dass es eine entsprechende Partnerschaft geben könnte. Und Hoffnung ist doch auch das, was einem am Leben hält. Diese Hoffnung haben wir eben nicht. Niemals. Sich dessen bewusst zu sein, ist auch das, was uns krank machen kann. Eine solche Partnerschaft könnte uns auch nicht glücklich machen, da sie nicht auf Augenhöhe geführt werden könnte. Das ist die Tragik. Wir dürfen nicht haben, was wir uns wünschen und es würde uns auch keine Erfüllung geben. Davon bin ich überzeugt. Denn Kindlichkeit oder Jugendlichkeit sind vergänglich. Ansprechend weil sie noch unvollkommen sind, aber durch diese Unvollkommenheit eben nicht erfüllend. Es muss Schicksal sein, dass wir nicht glücklich werden können.

Danke Max für dein Mitgefühl. Es ist sehr hart für mich, mein Studium aufzugeben. Momentan habe ich Angst, was nun aus mir werden soll. Eine Arbeit mit Kindern kann ich mir aus diesem Grund nicht vorstellen. Menschen zu unterrichten, die man sexuell erregend findet und dieser Umstand auch noch pervers ist...es ist nur so, dass es mein Traum war...bevor ich es erkannt habe. Und jetzt ist alles nur noch ein Albtraum...ein schlimmer schlimmer Albtraum aus dem ich erwachen möchte.

Kommentar:

Max: Glaub mir, ich kann dich ziemlich gut verstehen. Die eine Sache, die dir allerdings fehlt ist Zeit. Zeit, wird gesagt, heilt viele Wunden. Und auch manchen Albtraum. Manchmal schafft man irgendwann die Schwierigkeiten, die lange quälend waren, zu akzeptieren und mit ihnen zu leben, ohne dass sie mehr groß "drücken" (Vergleiche die Geschichte "Die Steinpalme"). Manchmal zerplatzt aber irgendwann auch der ein oder andere Albtraum und man sieht erst im Rückblick, dass man sich umsonst Sorgen gemacht hat. Glaube mir eines: Sorgen um "das ganze weitere Leben" sind meiner Erfahrung und Beobachtung nach meist sehr sehr fehlerbehaftet. Will meinen: erst später sieht man Lösungen und Wege, auf die man zuvor nie gekommen wäre, und man kann sich meist die Kraft sparen jetzt schon über in-10-Jahren zu weinen.
Aber zugegeben: Ich hätte mir das, als ich da war, wo du jetzt stehst, selbst nicht wirklich geglaubt.

 

Daniel F.

am Samstag, 18-03-17 00:01

@Tim

Was sollen das bitte für Bedingungen sein? Sex mit Kindern ist tabu, nicht nur, weil sie dich nicht zufrieden stellen würde, sondern weil es Kinder traumatisiert. Du liebst Kinder? Dann verzichtest du bitte aus den richtigen Gründen auf Sex und explizite(!!!) Medien.

 

S aus R

am Freitag, 17-03-17 21:46

@ Tim

Ich empfinde deinen reflektierten Umgang mit Kindern als große Erleichterung, gerade nachdem ich gelesen habe, dass deine Einstellung zum Thema Sex etwas ambivalent scheint. Verstehe ich dich richtig, dass du eine gewisse Sexualität zwischen Kindern und Erwachsenen für gut heißt? Ich würde gerne wissen, wie eine solche für dich aussieht. Ohne mit der Besserwisserkeule schwingen zu wollen, halte ich die Kinder- und die Erwachsenensexualität für nicht miteinander kompatibel. Vllt habe ich dich auch falsch verstanden, aber irgendwie hatte ich bei seinen ketzten Worten ein komisches Gefühl im Bauch.

Mich würde aber sehr interessieren, warum es in den 12 Jahren für dich möglich war erwachsene Frauen anziehend zu finden, nachdem du die Pädophilie für dich erkannt hattest. Pädophilie schließt für mich auch immer die Begriffe Kindlichkeit, Jugendlichkeit, Kindchenschema usw mit ein. Wiesen die Frauen mit denen du geschlafen hattest solche Kriterien mit ein, wenn du dich so zurückerinnerst? Denn ich habe gelernt, dass das Alter nicht entscheidend ist. Eine schlichte Zahl ersetzt nicht ein bestimmtes Körperschema, Gesichts- oder Wesenszüge eines Menschen.

Hier bin ich nämlich noch ein Suchender. Sind es jugendliche Männer, Jungen mit entsprechendem Schemata oder oder oder die ganze Palette an Perversion, die man sich nur denken kann.

Im übrigen habe ich mein Studium abgebrochen, in einer Psychatrie und werde bald Hartz IV beantragen. Es hat mich einfach zu stark blockiert mit Kindern zusammen zu arbeiten. Dies war ein harter Schritt und ich hoffe, ich überlebe diesen.

Wie eine PädoWG genau aussehen kann, habe ich mir noch nicht genau überlegt. Aber ich finde den Austausch zwischen Leidenden als sehr wichtig. Das können Worte über einen Chat schlechter leisten, als jemand, der leibhaftig vor einem steht und versteht, was in einem vorgeht. --- Niemals das Glück zu erreichen, das normale Menschen einem vorleben, partnerschaftliche und sexuelle Erfüllung.

Kommentar:

Max: Hallo S aus R. Sicher eine schwere Entscheidung, dein Studium abzubrechen. Daher: Respekt. ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du mit dem, was du gelernt hast, später doch noch Mal etwas anfangen können wirst, sodass diese Zeit und Energie nicht ganz umsonst waren.
EInen Gedanken zu deinem letzten Absatz würde ich gerne loswerden: Ich hab die Beobachtung gemacht, dass das Leben von Menschen, die Partnerschaft, Familie und diese Art Erfüllung gefunden haben, längst nicht so ideal und schön und erfüllt ist, wie es unsereins gern erscheint, wenn man sich mit ihnen vergleicht. Eine Partnerschaft mit einem erwachsene Menschen bringt neben einer gewissen Erfüllung Probleme und Schwierigkeiten mit sich, die man alleine nicht hätte. Und diese Erfüllung, nun, es gibt haufenweise Menschen die auch ohne eine sexuelle neigung, die sich nicht umsetzen lässt, viele Jahre lang vergeblich nach einer sexuelle und emotional erfüllenden Partnerschaft suchen. Ob deren Vorsprung vor uns tatsächlich so groß ist, wie er erscheint?

 
 
aktualisiert: 24.05.2018